Sie wollten schon immer wissen, wie sich der freie Fall anfühlt und das Gefühl des Fliegens erleben? Sie trauen sich aber nicht in schwindelerregender Höhe aus einem Flugzeug zu springen oder Sie leiden generell an Höhenangst? Kein Problem, denn beim Bodyflying können Sie alle Vorzüge des freien Falls genießen, ohne den Boden aus den Augen zu verlieren.

Auch wenn Sie unter Höhenangst leiden, bleibt ihnen das unvergleichliche Gefühl der Freiheit nicht mehr länger verwehrt.

Diese Aktivität kann man bei folgenden Anbietern buchen:

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Was ist Bodyflying?

Bodyflying-Windkanal
©shutterstock – alenvl

Bodyflying kommt ursprünglich aus dem Fallschirmsport und dient immer noch als Trainingsmöglichkeit für Fallschirmspringer. Es ist mittlerweile zu einer angesehenen Extremsportart geworden, bei welcher Sportler in einem vertikalen Windkanal fliegen.

In diesem Vertikalwindtunnel entspricht die Luftgeschwindigkeit der Freifallgeschwindigkeit des menschlichen Körpers um den freien Fall optimal zu imitieren. In modernen Vertikalluftmaschinen wird die Geschwindigkeit der Luft dem Gewicht des Sportlers angepasst.

Dieser bewegt seinen Körper vertikal zum Wind und kann durch Anspannung seines Körpers und dem Gebrauch seiner Hände und Füße als Ruder die Kraft des Luftstroms beeinflussen und seinen Körper in verschiedene Positionen bewegen. Die durchschnittliche Fallgeschwindigkeit beträgt beim Bodyflying 50 Meter pro Sekunde.

Bei einem Fallschirmsprung aus etwa 3000 oder 4000 Metern Höhe beträgt der Freifall 50 Sekunden. Die anfängliche Aufenthaltszeit in dem Windkanal beträgt zwei Minuten und entspricht somit der Freifallzeit von etwas mehr als zwei Fallschirmsprüngen.

Wer darf am Bodyflying teilnehmen?

  • Alter beginnt zwischen vier und acht Jahren, das Ende ist offen
  • Minderjährige brauchen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern!
  • gute physische Verfassung, bei Problemen sollten Sie sich vorher an einen Arzt wenden
  • Mindestgewicht 25 Kilo
  • maximales Gewicht zwischen 120 und 130 Kilo
  • maximale Größe zwei Meter
  • keine Schwangerschaft
  • nicht alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss
  • keine Herzschrittmacher

Welche Ausrüstung wird zum Bodyflying benötigt?

Selbst mitzubringen:

  • Bequeme Kleidung
  • Schnür-Turnschuhe mit hellen Sohlen

Die weitere Ausrüstung wird gestellt:

  • Fluganzug
  • Helm
  • Ohrenstöpsel
  • Schutzbrille
  • Protektoren
  • spezielle Handschuhe

Vorsicht für Brillenträger! Teilweise können Sie unter den Schutzbrillen keine Brillen tragen. Diese muss deswegen durch Kontaktlinsen ersetzt werden. Wenn Sie Brillenträger sind, sollten Sie sich vorher informieren, ob Brillen gestattet sind.

Fliegen im vertikalen Windkanal

Bodyflying-Ausrüstung
©shutterstock – alenvl

Die vertikalen Windkanäle, in welchen das Bodyflying stattfindet, unterscheiden sich nicht nur in ihrer Form oder Größe sondern auch nach ihrem Lüftungssystem. Man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Arten von Lüftungssystemen:

1. Recirculator

Diese Vertikalwindkanäle sind geschlossen. Die Luft zirkuliert in einer ringförmigen Luftführung. Sie wird nach der Luftkammer vom Diffusor aufgenommen und dem oder den Gebläsen erneut zugeführt. Recirculatoren sind unabhängig von Wind und Wetter und können daher ganzjährig betrieben werden ohne Abhängigkeit von der Außentemperatur oder der Witterung.

Sie haben einen geringeren Schallpegel und sind energieeffizienter, darüber hinaus ist der Luftstrom turbulenzfreier und man kann eine größere Luftgeschwindigkeit erreichen. Dieser Windkanal wurde erfunden, um die Gefahr des Herausfallens zu subtrahieren.

Fliegende, die in diesen Tunneln gelernt haben, fällt es schwerer in Tunneln ohne Wände zu fliegen. Für Anfänger ist es leichter in Indoortunneln zu schweben, da es keine Turbulenzen gibt. Dazu kommt, dass Sie keine großen Anzüge wie beim Open-flow tragen müssen und keine Gefahr besteht aus dem Luftstrom zu fallen.

2.Open-flow

Dabei handelt es sich um offene Vertikalwindtunnel, die nach einem Ansaug- und Ausstoßprinzip funktionieren. Es besteht eine nach beiden Seiten offene Luftführung. Die Luft wird aus der Umgebung angesaugt, strömt durch die Luftkammer und wird dann oben wieder ins Freie ausgestoßen. Diese Windanlagen sind wetteranfällig.

Wind, Regen, extreme Temperaturen, sowie Staub und Dreck bewirken die temporäre Schließung der Anlage. Die Windkammer ist von einem Netz umgeben um das Herausfallen der Fliegenden zu vermeiden, da der Luftstrom mangels Luftführung turbulenter ist.

Außerdem ist dieser mit einem Kissenrand umgeben um das Verletzungsrisiko zu vermeiden. Fliegende müssen übergroße Anzüge tragen um den geringeren Luftstrom auszugleichen. Sportler, die in dieser Art Windkanal lernen, können ihre Fähigkeiten in jeder Art von Windtunnel präsentieren.

Manche präferieren es, draußen zu fliegen anstatt in einer künstlichen Säule zu schweben. Diese Art der Windtunnel gibt es auch mit Wänden. Sie sind als stationäre, sowie als transportable Anlage anzutreffen.

Vertikalwindtunnelsystem

Ein vertikaler Windkanal unterscheidet sich von traditionellen Windkanälen aufgrund der Tatsache, dass er über eine vertikale Luftkammer verfügt. Sie bestehen aus ein oder mehreren Gebläsen die den Luftstrom erzeugen, Diffusoren, die für eine möglichst gleichmäßige Strömung ohne Turbulenzen sorgen, eine Düse, die den Luftstrom beschleunigt, und der Flugkammer. Die Luft erreicht eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 180 bis 260 km/h.

Wie sicher ist Bodyflying?

Bodyflying ist sehr sicher, da Sie als Anfänger nur wenige Zentimeter oder Meter über einem Fangnetz fliegen und den ganzen Flug von einem Lehrer betreut werden. Die Luftgeschwindigkeit wird dabei dem Können des Fliegenden angepasst.

Sie können den Flug jederzeit unterbrechen, wenn Sie das Gefühl haben die Kontrolle zu verlieren. Bei offenen Windkanälen wird die Verletzungsgefahr durch Netze und Kissen stark minimiert.

Die potentielle Gefahr, sich zu verletzen, ist in der ersten Minute im Windkanal am größten, da sich das Gehirn noch nicht an die neue Situation gewöhnt hat und für Gefahren weniger aufnahmefähig ist. Doch nach kurzer Zeit haben Sie sich an das vertikale Fliegen gewöhnt und erlangen die Kontrolle über ihren Körper und den Flug.

Wie läuft der erste Bodyflight ab?

Bodyflying-Sicherheit
©shutterstock – alenvl

Zum Bodyflying sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Ein Lehrer bereitet Sie auf ihre Fluglektion durch ein Bodytraining vor und zeigt Ihnen dabei die richtigen Flug- und Aussteigtechniken. Außerdem verabredet er mit ihnen ein Handzeichen, falls Sie den Flug vorzeitig abbrechen wollen.

Im Instruktionsraum zeigt man Ihnen als Einführung einen kurzen Videofilm, der Sie auf das bevorstehende Fliegen zusätzlich vorbereitet. Danach legen Sie ihre Bodyflyer-Ausrüstung an und betreten mit ihrem Lehrer gemeinsam den Windkanal.

Während des Fluges gibt Ihnen der Lehrer weitere Anweisungen zu ihrer Körperhaltung und den Arm- und Beinbewegungen. Die Flugzeit beträgt zwei Minuten und kann jederzeit durch das verabredete Handzeichen unterbrochen werden, indem die Luftgeschwindigkeit herunter geregelt wird.

Je nachdem wie viel Zeit Sie für ihren Aufenthalt eingeplant haben, lernen Sie bereits die ersten Manöver um sich während des Fluges kontrolliert bewegen zu können.

Welche Manöver gibt es beim Bodyflying?

Wenn Sie das Bodyflying erlernen, durchlaufen Sie verschiedene Stufen, in denen Ihnen aufeinander aufbauende Manöver beigebracht werden. Diese Manöver decken alle Aspekte des Bodyflyings ab, vom Schweben bis zu einzelnen Figuren.

Die Entwicklung von der Flugposition in Bauchlage zu der kopfüber ist lang und schwierig. Doch auch gleichzeitig  belebend, aufregend und jede Stufe auf dem Weg lohnt sich. Wenn Sie alle Manöver beherrschen, gehören Sie zu den Proflyern und es öffnet sich die ganze Welt des Bodyflights.

1. Der Flug in Bauchlage

Diese Flugposition ist die erste Stufe und die Grundposition im Bodyflying, die Sie benötigen um überhaupt fliegen zu können. Wenn Sie schweben, liegen Sie mit dem Bauch in Richtung Erde in einer leicht gebogenen Haltung, in der ihre Hüfte tiefer ist als ihre Knie und Schultern.

Ihre Knie sind etwas weiter als hüftbreit gespreizt und ihre Ellbogen befinden sich mit ihren Schultern in einem 90 Grad Winkel bei dem sich ihre Hände neben ihrem Kopf befinden. Dies ergibt eine stabile Flugposition.

Wenn Sie diese erreicht haben und in dieser Haltung sicher schweben, fangen Sie an, an den sechs Bewegungsrichtungen zu arbeiten: vorwärts/rückwärts, hoch/runter, Drehung nach links/rechts, seitliche Bewegung nach links/rechts. Wichtig ist, dass Sie ihr Kinn oben halten, da dies einerseits ihren Bogen verbessert und andererseits für eine spätere Kommunikation mit anderen Personen vonnöten ist.

2. Der Flug in Rückenlage

Bei dieser Flugposition befinden Sie sich in einer Form des Horizontalflugs. Obwohl Sie eine andere Orientierung haben ist ihre Körperhaltung dieselbe wie beim Bodyflying in Bauchlage.

Auch die Bewegungsrichtungen, die Sie erlernen sind dieselben. Wenn Sie dazu fähig sind sowohl in Bauch- als auch in Rückenlage eine stabile Flugposition zu halten, können Sie die Grundwechsel erlernen. Diese sind:

  • Bauch-zu-Rücken Rolle
  • Rücken-zu-Bauch Rolle
  • Bauch-zu-Rücken Rückwärtsflip
  • Rücken-zu-Bauch Vorwärtsflip

Bevor Sie diese Wechsel üben, erhalten sie ein ausführliches Briefing ihres Lehrers; dieser unterstützt Sie auch während ihrer Übungen im Windkanal. Das Fliegen in Rückenlage hat darüber hinaus die Funktion eines Sicherheitsnetzes während Sie die vertikalen Manöver wie Gehen erlernen.

Während der Übungen besteht die Gefahr, sich aus Versehen Richtung Wand zu bewegen. Wenn dies passiert ist eine Rückkehr in die Rückenlage angebracht um sich wieder zu stabilisieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sie die Rückenposition perfekt beherrschen, bevor Sie die nächste Stufe in Angriff nehmen.

3. Gehen

In der Luft gehen zu lernen ist der dritte Schritt in ihrem Lernprozess. Es ist das erste Manöver, das Sie aus der vertikalen Orientierung ausführen. Die Windgeschwindigkeit sollte dabei nicht so hoch sein, dass sie einen Kontrollverlust fördert, aber auch nicht so niedrig, dass es möglich ist eine falsche Technik zu benutzen.

Gehen ist ein gutes Manöver um zu merken, inwiefern der Wind Ihre Bewegungen beeinflusst. Bei einem Stabilitätsverlust kehren Sie in die Rückenposition und nicht in die Bauchposition zurück.

Wenn Sie sicher gehen können, haben Sie die Möglichkeit, den Windkanal auf den Füßen zu betreten und wieder zu verlassen. Gehen ist wichtig um weitere Positionen zu erlernen, da die Funktionsweise ähnlich ist.

4. Der Flug im Sitzen

Wenn Sie diesen Schritt erreicht haben, verfügen Sie bereits über eine gute Flugstabilität und die Fähigkeit ihre Bewegungen während des Fluges in Bauch-, sowie in Rückenlage und beim Gehen zu kontrollieren. Sie betreten den Windkanal gehend und begeben sich mitten in den Luftstrom. Wenn Sie dort angekommen sind, hocken Sie sich in eine ideale Sitzposition.

Sobald Sie sich daran gewöhnt haben, lernen Sie nach oben zu fliegen. Dafür müssen Sie zuerst ihre eigene Fallgeschwindigkeit reduzieren und kombinieren diese Fähigkeit mit einer höheren Windgeschwindigkeit. Sobald Sie eine neutrale Sitzposition eingenommen haben, sind Sie in der Lage auch in dieser Position die sechs Bewegungsrichtungen zu erlernen.

Weil Sie vielleicht anfänglich Schwierigkeiten haben in dieser Position still zu sitzen und aus Versehen vorwärts oder rückwärts fliegen, sollten Sie sich nicht so ausrichten, dass ihr Gesicht direkt zur Tür oder vollständig von dieser weg zeigt.

Durch ihre nun erworbenen Fähigkeiten eröffnen sich eine Vielzahl an Wechselmöglichkeiten zwischen Sitzen, Gehen sowie Rücken- oder Bauchlage. Die Rückenposition dient weiterhin als Stabilsierungsposition.

5. Der Flug kopfüber

Kopfüber im Windkanal zu fliegen, stellt den letzen Schritt beim Bodyflying dar. Es ist die anstrengendste, schwierigste und gefährlichste Flugorientation. Der Lernprozess besteht aus verschiedenen Schritten damit ihre Sicherheit gewährleistet ist.

Um den Flug kopfüber zu erlernen müssen Sie alle vorangehenden Manöver gut beherrschen, eine Mindestzeit von 30 Minuten im Tunnel zur Verfügung haben, sich unter der Aufsicht eines Lehrers der Stufe 3 befinden und eine ausgezeichnete körperliche Verfassung haben.

Fluglehrer erwerben im Laufe ihres Werdegangs verschiedene Kompetenzen. Wozu der Lehrer befähigt ist kann man an seiner Stufe erkennen.

Sie beginnen damit zentriert kopfüber zu stehen. Dabei hält Sie ein Lehrer fest. Der Lehrer beurteilt kontinuierlich die Windgeschwindigkeit und ihre Körperposition. Diese sind die entscheidenden Faktoren um lange kopfüber zu fliegen und dabei das eigene Körpergewicht zu tragen.

Anfänglich hält der Lehrer Sie fest, um Sie kontrollieren zu können, wenn sie in eine Richtung abdriften. In dieser Position besteht eine höhere Verletzungsgefahr als bei den anderen, da Sie leicht in Richtung Wand driften oder die Orientierung verlieren können.

Wenn Sie über eine gewisse Stabilität verfügen, sich in einem bestimmten Bereich bewegen und in die Rückenpositionen zurückkehren können, dürfen Sie die Basisposition erlernen. Diese wird von einem Lehrer der Stufe 4 gelehrt. Sie werden zum ersten Mal in dieser Position losgelassen und lernen stabil zu schweben und nach oben und unten zu fliegen.

Sobald Sie dies beherrschen, üben Sie den Wechsel zwischen der neutralen und der kopfüber Position aus der Sitzposition. Unter der Beobachtung eines Lehrers der Stufe 3 können sie darauffolgend die sechs Bewegungsrichtungen in dieser Position erlernen. Abschließend haben Sie die Möglichkeit ausgefallenere Techniken und Wechsel zu erlernen.

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