Wissen Sie, was der Sonnengruß ist oder der Hund mit herabschauendem Kopf? Nein? Dann sollten Sie das schleunigst ändern und in die Welt des Yoga eintauchen. Denn es gibt mehr als einen Grund dafür, die fernöstliche Entspannungs-Methode auszuprobieren. Sie macht nicht nur schön und gesund, sondern auch glücklich.

Mit Yoga können Sie dem Alltagstrott und Stress entfliehen und zu einer inneren Gelassenheit finden, die ihr Leben erleichtert. Es ist nicht nur eine Sportart, sondern auch ein Lebensgefühl. Also atmen Sie tief ein und machen sich auf den Weg zu einem glücklichen und ausgeglichen Leben!

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Was ist Yoga?

Yoga-Kurs-Definition
©shutterstock – Uber Images

Yoga ist eine indische philosophische Lehre. Es besteht aus einer Reihe geistiger und körperlicher Übungen. Ursprünglich ist es ein spiritueller Weg, der die Suche nach Erleuchtung durch Meditation zum Ziel hat. Es gibt viele verschiedene Arten, die alle von unterschiedlichen Philosophien geprägt sind.

Das Yoga, das im Westen gelehrt wird, ist eine moderne Form. Durch die Übernahme der westlichen esoterischen Ideen und Psychologie wurde es stark vereinfacht. Das indische Yoga enthält viel komplexere Lehren und Praktiken als die moderne Form. Der ganzheitliche Ansatz, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, ist in manchen Formen verloren gegangen.

Wie wirkt Yoga?

Yoga ist ein Allround-Talent. Es trainiert den Körper und macht Sie leistungsfähiger. Außerdem steigert es das Wohlbefinden. Der Körper ist fähig, sich besser zu erholen. Somit wird Folgendes bewirkt:

  • Yoga fördert einen Rückgang allgemeiner Beschwerden.
  • Auch Depressivität und Ängstlichkeit werden verbessert.
  • Nach einer Yoga-Session fühlen Sie sich weniger belastet und ausgeglichener und tragen diese Ruhe auch in Ihren Alltag hinein. Stress wird besser verarbeitet und Sie verfügen über ein gesteigertes Konzentrationsvermögen und mehr Kraftwahrnehmung.
  • Durch die Atemübungen besitzen Sie mehr Atemvolumen und eine bessere Sauerstoffaufnahme.
  • Die Meditation wirkt sich langfristig positiv auf Ihren Gesamtzustand aus. Sie fühlen sich hoffnungsvoller, unabhängiger, toleranter, geborgener.
  • Yoga stärkt das Immunsystem auf ganzheitliche Weise und kann sich positiv auf konkrete Erkrankungen auswirken. Es lindert chronischen Rückenschmerzen und führt zu einer signifikanten Senkung des Blutdrucks. Asthma und Herzkrankheiten lindert es ebenfalls. Wichtig! Trotz dieser möglichen positiven Auswirkungen sollten Sie diese Erkrankungen immer von einem Arzt behandeln lassen.
  • Yoga unterstützt beim Abnehmen, da Sie selbst bei sanften Übungen Kalorien verbrennen.
  • Bei Brustkrebspatienten reduziert es die Schmerzen. Außerdem fühlen sich diese psychisch und physisch stärker, was sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann.

Welche Arten von Yoga Kursen gibt es?

Yoga-Kurs-Arten
©shutterstock – Gergely Zsolnai

Es gibt viele verschiedene Yoga-Arten. Sie sollten sich vorher informieren, welche Yoga-Art am besten zu Ihren Bedürfnissen und Wünschen passt. Es besteht die Möglichkeit, in Yoga Studios Probestunden zu besuchen, um die optimale Yoga-Art zu finden.

Die Arten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht. Der größte Unterschied liegt darin, ob der Yoga spirituell ausgerichtet ist oder eher sportlich. Im Folgenden wird eine Auswahl an Yoga-Arten vorgestellt.

Hatha Yoga

Bei diesem Yoga wird das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist durch körperliche Übungen, Atemübungen und Meditation angestrebt. „Ha“ bedeutet Sonne und „tha“ bedeutet Mond. Sonne und Mond stehen sinnbildlich für Körper und Seele.

Es geht dabei vor allem um die körperlichen Übungen. Das Hatha-Yoga besteht aus sechs Hauptreinigungsübungen, die sogenannten Shatkriyas. Diese Yoga-Art wird in der westlichen Welt am häufigsten praktiziert. Es stärkt die inneren Organe und Muskeln.

Außerdem kräftigt es Sehnen und Bänder und regt den Kreislauf an. Es ist zudem gut für Neulinge geeignet, da Sie über keine Vorkenntnisse verfügen müssen und das Yoga von Grund auf richtig lernen.

Sivananda Yoga

Dieses Yoga ist klassisch und ganzheitlich. Nicht nur Ihre körperliche, sondern auch Ihre geistige Entwicklung und Gesundheit werden berücksichtigt. Die Übungen lösen Blockaden und Sie entwickeln Gelassenheit und innere Kraft. Dies ist hilfreich, um die Herausforderungen des hektischen Alltags besser meistern zu können. Es sind fünf Grundpfeiler vorhanden:

  • Asanas
  • Atemübungen
  • Tiefenentspannung
  • Vegetarische Ernährung
  • Positives Denken und Meditation

Die Asanas lösen körperliche Verspannungen und trainieren Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Die Atemübungen laden die Energiespeicher des Körpers wieder auf und bei der abschließenden Tiefenentspannung können sich Körper und Geist regenerieren. Das Ziel ist ein gesunder Körper, ein ausgeglichener Geist und Seelenfrieden.

Ashtanga Yoga

Dies ist die Power-Variante unter den Yoga-Arten. Ausdauer und Atemtechnik werden trainiert. Die Übungen werden fließend und dynamisch ausgeübt. Die einzelnen Asanas werden dafür durch Sprünge miteinander verknüpft.

Es gibt verschiedene Schwierigkeitsstufen. Die Übungsfolgen werden von Stufe zu Stufe schwieriger. Das Spirituelle und die Meditation spielen so gut wie keine Rolle. Das sportliche Yoga wird häufig in Fitnessstudios angeboten. Wenn Sie Kondition aufbauen und Ihren Körper dehnbarer machen möchten, ist dies Ihre Yoga-Art.

Bikram Yoga

Das Yoga ist auch unter dem Namen Hot Yoga bekannt. Eine Serie von 26 Yoga-Übungen wird in einem heißen Raum praktiziert, in dem zwischen 35 und 40 Grad Celsius herrschen. Durch die Hitze ist eine sichere Muskel- und Sehnenarbeit möglich.

Die Muskeln sind durch die Hitze geschmeidiger und können besser gedehnt werden. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko. Außerdem entgiftet das Schwitzen den Körper und kurbelt den Entschlackungsprozess an. Bikram Yoga verfolgt keinen ganzheitlichen Einsatz, der auf die gemeinsame Wirkung von Körper, Geist und Seele abzielt.

Es dient nicht der Entspannung, sondern der körperlichen Ertüchtigung. Es ist für Sie geeignet, wenn Sie Hitze gut vertragen und Yoga eher sportlich sehen. Wenn Sie Herz-Kreislaufprobleme haben, ist es nicht zu empfehlen.

Anusara Yoga

Dieses Yoga beruht auf einem integralen System. Es werden Asanas, Atemübungen und Meditation gelehrt. Es ist für den Menschen des 21. Jahrhunderts konzipiert, der viel sitzt und sich nicht ausreichend bewegt. Anusara Yoga verbindet die klassischen Hatha Yoga-Stellungen mit Prinzipien der modernen Biomechanik.

Das Yoga verfolgt einen therapeutischen und körperfreundlichen Ansatz. Die spirituelle Zielsetzung wird beibehalten. Sie werden nach und nach zurück zu Ihrer idealen Körperhaltung geführt und der Energiefluss im Körper wird deutlich verbessert.

Daraus resultieren ein gesteigertes, allgemeines Wohlbefinden und mehr Lebenskraft. Ein weiteres wichtiges Element ist die Sprache und das Öffnen des Herzens. Dadurch wird jede Stunde zu einem einzigartigen Erlebnis für die persönliche Entwicklung.

Sie werden nicht belehrt, sondern in Ihrer Einzigartigkeit unterstützt. Als Anfänger oder Person, die den spirituellen Hintergrund des Yoga interessant findet, sind Sie hier gut aufgehoben.

Hasya Yoga

Es wird auch Lach-Yoga genannt, da das grundlose Lachen im Vordergrund steht. Sie sollen über die motorische Ebene zum Lachen kommen. Das anfangs künstliche Lachen soll später in echtes übergehen. Eine Kombination aus Dehn-, Klatsch-, Atemübungen und pantomimischen Übungen regen zum Lachen an.

Augenkontakt und spielerische Elemente erleichtern Ihnen den Übergang vom willentlichen ins freie Lachen. Die Wirkung des Lachens ist unabhängig vom Grund des Lachens, deswegen ist Humor nicht notwendig, um an den Kursen teilzunehmen.

Lachen ist gesund und steigert das allgemeine Wohlbefinden. Wenn Sie lachen, setzen sich entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen frei, Stresshormone bauen sich ab und das Immunsystem stärkt sich. Darüber hinaus erhöht sich der Sauerstoffaustausch im Gehirn und das Herz-Kreislauf-System kommt in Schwung.

Durch das Trainieren des Lachens bilden sich Nervenbahnen zu den Zentren der Freude und des Lachens. Diese werden bei jeder Wiederholung gestärkt.

Jivamukti Yoga

Das Besondere hierbei ist, dass die Stunden mit Musik begleitet werden. Die Bewegungen der Asanas gehen fließend ineinander über. Der Yogalehrer rezitiert aus Schriften und spricht über Philosophien und Lebensweisheiten.

Während der Übungen singen Sie Mantras. Die Meditation steht im Vordergrund, da das Spirituelle eine große Rolle spielt. Die Befreiung der Seele wird angestrebt. Ein essentieller Teil der Yogapraxis ist die Gewaltlosigkeit.

Kundalini Yoga

Dabei handelt es sich um eine spirituelle Yoga-Art, in der es hauptsächlich darum geht, das seelische Befinden zu verbessern. Aus diesem Grund nennen es viele das „Yoga des Bewusstseins“.

Die Atemübungen stehen im Vordergrund. Sie halten die Asanas länger, um währenddessen Ihren Geist arbeiten zu lassen. Die Übungen enthalten keine extremen Dehnungen und Haltungen. Das Ziel besteht darin, durch Energie- und Körperarbeit das persönliche Sein zu finden.

Unterstützen sollen dabei Meditation, das Singen von Mantras und symbolische Handzeichen, die Mudras genannt werden. Das Yoga bietet einen der schnellsten Wege, um sich weiter zu entwickeln. Bereits durch eine Übungsreihe ist es möglich, eine direkte körperliche, geistige und spirituelle Balance zu erlangen. Kundalini bedeutet Lebensenergie.

Diese soll das Yoga erwecken. Das Erwachen der Lebensenergie ist mit starkem Glücksgefühl, Entfaltung neuer Fähigkeiten und Erweiterung des Bewusstseins verbunden.

Aerial Yoga

Hier bietet sich eine ganz besondere Art, Yoga zu erleben. Sie hängen in einem großen Tuch in der Luft. Dadurch entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit, das mit dem Fliegen zu vergleichen ist — nur besser. Denn es zielt nach dem natürlichen Bedürfnissen nach Schutz, Spiel und Geborgenheit.

Mit Hilfe der Schwerkraft führen Sie die Asanas durch. Dabei geben Sie das eigene Körpergewicht an das Tuch ab und können sich besser auf die Dehnung einlassen. Dies hat viel mit Loslassen und Vertrauen zu tun. Sie legen einzelne Körperteile in das Tuch und erleben damit Umkehrstellungen auf eine ganz neue Art.

Zum Abschluss legen Sie Ihren ganzen Körper in das Tuch und entspannen sich in Ihrem Kokon. Durch den Einsatz des Tuches werden manche Asanas leichter. Das Arbeiten an der Flexibilität und Stärkung des eigenen Körpers ist der zentrale Aspekt. Kraft, Geschmeidigkeit, Ausdauer und Beweglichkeit wird gefördert.

Sie benötigen Körperspannung, Balance und ein bisschen Mut um sich fallen lassen zu können. Es handelt sich um ein sportliches Yoga, das nicht spirituell ist.

Was für Voraussetzungen müssen Sie zum Praktizieren von Yoga erfüllen?

Yoga-Kurs-Voraussetzungen
©shutterstock – Gergely Zsolnai

Jeder kann Yoga lernen, gleichgültig ob alt oder jung, gelenkig oder steif, dick oder dünn. Wenn Sie ein- und ausatmen können, haben Sie die Grundvoraussetzung für Yoga bereits erfüllt.

Durch die große Auswahl an Yoga-Arten und der Vielzahl an verschiedenen Sets ist für jeden das richtige dabei. Je höher die körperlichen Einschränkungen sind, desto höher sollte der Meditations- und Atemübungsanteil sein.

In den Studios stehen Hilfsmittel zur Verfügung, um kleinere körperliche Einschränkungen auszugleichen. Bei körperlichen Einschränkungen sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt oder Yogalehrer über Ihre medizinische Vorgeschichte sprechen. Dieser wählt dann die richtige Yogarichtung für Sie aus.

Yoga Kurs ist besonders gut für Sie geeignet, wenn Sie …

  • häufiger gestresst und genervt sind
  • einen hektischen Alltag haben
  • von Rückenschmerzen geplagt werden
  • sich steif und verspannt fühlen
  • schlecht abschalten können
  • mehr für sich tun möchten
  • wieder fitter werden wollen
  • innerlich unruhig und angespannt sind.

Yoga Kurs für Schwangere und als Rückbildung mit Kind

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der Veränderungen. In dieser Zeit ist es besonders wichtig, die Gesundheit und innere Mitte zu erhalten. Die Asanas helfen Ihnen dabei, denn sie wirken aktivierend und entspannend. Dadurch verbessert sich Ihr Körperbewusstsein.

Die Übungen werden so angepasst, dass sie Ihren Körper während der Schwangerschaft stärken und unterstützen. Sie bereiten Ihren Körper auf die Geburt vor und erleichtern Rückenschmerzen und andere Schwangerschaftsbeschwerden.

Die Übungen sind weniger anstrengend als in üblichen Yogastunden. Yoga in der Schwangerschaft fördert die Durchblutung und ermöglicht damit eine bessere Sauerstoffversorgung des Babys.

Das bewusste Verbinden von Bewegung, Atmung und Entspannung stellt eine ruhige Atmosphäre her. Diese hilft dabei, die enge Verbindung zum Baby bewusst zu vertiefen. Die Teilnahme an solchen Kursen sollten Sie vorher mit ihrem Gynäkologen absprechen.

Ab dem vierten Monat sollten Sie keine Umkehrhaltungen mehr machen und der Kopf sollte immer höher als das Herz sein. Zudem sollten Sie auf lange Positionen in Rückenlage verzichten. Bei Schmerz, Schwindel oder Übelkeit brechen Sie sofort ab.

Postnatales Yoga

Sie sind gerade Mutter geworden und wollen Ihre alte Figur wieder haben, aber nicht ohne Ihr Kind zum Sport gehen? Yoga Kurse mit Kind ermöglichen Ihnen beides. Yoga verbessert die Gesundheit und stimuliert die Koordination zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

Nach der Schwangerschaft ist es oft nicht einfach, Momente der Ruhe und Kraft mit Ihrem Baby zu finden. Yoga bietet eine schöne Gelegenheit die Bindung zu intensivieren. Es werden Übungen angeboten, die die Bauchmuskulatur, den Beckenboden und die Rückenmuskulatur der Mutter stärken.

Die Übungen helfen bei der Rückbildung der Rektusdiastase (dem Auseinanderstehen der Bauchmuskeln), gegen Inkontinenz und gegen die Absenkung der Organe. Die Babys können während der Stunde gestillt werden, schlafen oder mit einbezogen werden. Das Yoga wird durch Babymassage ergänzt. Diese regt die Körperorgane an und kräftigt sie.

Die Muskeln des Babys werden entspannt. Die Massage hilft bei Einschlafstörungen, Schmerzen beim Zahnen, Unruhe, Quengeln oder Weinen. Alle Übungen sind freiwillig und Sie bestimmen selbst, welche Übungen Sie ausführen möchten.

Welches Zubehör wird beim Yoga Kurs benötigt?

Die richtige Kleidung ist beim Yoga sehr wichtig. Sie sollte bequem und aus natürlichen Materialen hergestellt sein. Am besten geeignet ist Baumwolle, da diese die Haut optimal atmen lässt.

Am Wichtigsten ist, dass Sie sich in Ihrer Kleidung wohlfühlen, damit der Entspannung nichts im Weg steht. Es darf nichts kneifen oder verrutschen. Für Yoga kommen beispielsweise diese Kleidungsstücke in Frage:

  • Einen Pullover oder eine warme Strickjacke für ruhigere Übungen und Meditation
  • Ein stützendes Top oder einen Sport-BH
  • Ein bequemes und atmungsaktives Oberteil, das viel Bewegungsfreiheit bietet
  • Eine lange Yoga-Hose
  • Beim Bikram Yoga eine kurze Hose wegen der Hitze
  • Keine Socken
  • Kein Schmuck

Ihre Kleidung sollte dem Yogastil angepasst werden. Wenn Sie Hatha oder Kundalini Yoga praktizieren, ist bequeme und warme Kleidung angebracht. Der Lagen-Look ist zu empfehlen, damit Sie je nach Intensität der Asanas etwas drüber oder ausziehen können. Bei Ashtanga Yoga sollte Ihre Kleidung besonders atmungsaktiv und dehnbar sein.

Eine rutschfeste Yogamatte bietet die Grundlage für die Asanas. Es gibt sie in vielfältigen Farben und Designs. Sie können zwischen vielen Modellen und Varianten wählen. Hauptsächlich wird zwischen folgenden Matten unterschieden.

  • Einsteiger-Yogamatte
  • Natur-Yogamatte
  • Profi-Yogamatte

Wie teuer sind die Yoga Kurse?

Eine Gruppenstunde kostet zwischen 10 und 15 Euro. Für eine Einzelstunde zahlen Sie zwischen 40 und 70 Euro. Viele Yoga-Studios bieten Monatskarten oder Rabatte für Studenten und Schüler an. Eine 10er Karte kostet durchschnittlich 120 bis 160 Euro. Der Mitgliedschaftsbeitrag für sechs Monate beträgt 60 bis 80 Euro im Monat und für ein Jahr 50 bis 70 Euro.

Wenn Sie Mitglied sind, können Sie so viele Kurse, wie Sie wollen, besuchen. In Fitnessstudios wird auch teilweise Yoga angeboten, was vom Preis-, Leistungsverhältnis günstiger sein kann, wenn Sie auch das restliche Angebot nutzen. Viele Yoga Kurse werden von der Krankenkasse mitfinanziert, wenn gesundheitliche Probleme vorhanden sind, daher lohnt es sich, bei Ihrer Kasse nachzufragen.

Yoga Reisen

Wenn Sie in Ihrem Urlaub nicht auf Yoga unter professioneller Anleitung verzichten wollen, bieten sich Reisen in Yoga-Hotels an. Diese finden Sie auf der ganzen Welt und meistens in Verbindung mit Wellness und ayurvedischer Ernährung. Sie können allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie verreisen. Im Urlaub können Sie aus dem Alltag aussteigen und dem Stress entfliehen. Sie haben Zeit zum Aufladen, Verwöhnen und Regenerieren.

Yoga-Reisen enthalten meistens zusätzlich zu den Yogastunden Massagen, Bäder, Kochkurse, Spaziergänge, Trinkkuren und Vorträge. Sie sollten die Reise nach Ihren persönlichen Wünschen und Vorstellungen recherchieren und zusammenstellen.

Gefällt Ihnen eher traditionelles oder modernes Yoga? Fahren Sie lieber ans Meer oder in die Berge? Wollen Sie ins Ausland oder in Deutschland bleiben? Wenn Sie sich ein Bild von ihrem perfekten Yoga-Urlaub gemacht haben, informieren Sie sich auf Internetplattformen, in Reisebüros oder im eigenen Yoga Studio.

Yoga Kurs als Ergänzung im Urlaub

Yoga übt eine große Wirkung auf den Körper und die Psyche des Menschen aus und wird deswegen unterstützend zu anderen Sportarten empfohlen, bei denen ein gutes Körpergefühl vonnöten ist.

Yoga und Surfen

Diese beiden Sportarten ergänzen sich perfekt. Die wesentlichen Anforderungen beim Surfen, wie Kraft, Gleichgewicht und Ausdauer, werden auch beim Yoga abverlangt. In den Übungen sind entsprechende Schwerpunkte gesetzt, damit das Yoga das Surfen optimal unterstützt. Wenn Sie Yoga vor dem Surfen praktizieren, dient es dazu, die Muskulatur und Bänder aufzuwärmen und geschmeidig zu machen.

Es hilft dabei, den Kreislauf in Schwung zu bringen und fit in den Tag zu starten. Nach dem Surfen helfen die Asanas den Körper zu entspannen und die Muskulatur und Bänder erneut zu dehnen. Dadurch wird der Erholungsprozess aktiv eingeleitet.

Yoga fördert die Selbstkontrolle und hilft dem Surfer damit, seine Ängste leichter überwinden zu können und Wellen anders entgegenzutreten. Yoga ist seit einiger Zeit Pflichtprogramm bei Leistungssportlern wie Surfern, da die Dehnungen und Lockerungen Verletzungen vorbeugen.

Viele Surfcamps und Yoga-Retreats haben sich auf diese Veränderung eingestellt und bieten Yoga und Surfcamps an.

Yoga und Klettern

Yoga bietet einen perfekten Ausgleich zum Klettern. Es trainiert die Muskeln, die Feinmotorik und erhöht die Gelenkigkeit. Letzteres ist beim Klettern besonders wichtig. Beim Yoga werden die Muskeln gedehnt und der Spielraum der Gelenke erhöht.

Dadurch sind diese weniger anfällig für Verschleiß und der Kletterer muss seltener Zwangspausen einlegen. Ein weiterer Vorteil im Yoga liegt darin, dass es die Gegenspieler der beim Klettern am häufigsten benutzten Muskeln stärkt. Dadurch verhilft es zu einer besseren und gesünderen Körperhaltung.

Es erhöht die Körperspannung, da es die Tiefenmuskulatur trainiert, die an Geräten schwer zu erlangen ist. Dies erhöht die Präzision und ist wichtig beim Klettern am Überhang. Eine hohe Konzentration ist bei beiden Sportarten wichtig und wird durch die Meditation erreicht. Die innere Ruhe hilft dem Kletterer auch kritische Passagen zu meistern.

Bei den Asanas wird viel Wert auf die richtige Atmung gelegt. Die Synchronisation von Atem und Bewegung ist bei schweren Kletterrouten äußerst wichtig, da das Blut weniger schnell übersäuert und die Leistungsfähigkeit erhalten bleibt.

Kombinierte Yoga- und Kletterkurse finden meistens in landschaftlich herausragenden Orten statt wie in Thailand. Aber auch in den Alpen oder im Mittelgebirge werden sie angeboten. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, zum Kletterkurs auch einen Yoga Kurs zu besuchen und sich Ihr eigenes Training zusammenzustellen.

Yogalates

Diese Sportart ist eine Mischung aus Yoga und Pilates. Yoga und Pilates verfolgen normalerweise zwei unterschiedliche Ziele. Yoga dient dazu den Geist, die Seele und den Körper mit verschiedenen Übungen in Einklang zu bringen. Die Übungen sind auch ohne den spirituellen Hintergrund sehr gesundheitsfördernd.

Pilates ist dagegen ein klassisches Rumpftraining. Yogalates verknüpft die kräftigenden und straffenden Pilates-Übungen mit den meditativen und dehnenden Übungen aus dem Yoga. Dadurch entsteht eine perfekte Kombination für einen ruhigen Geist und einen straffen Körper.

Die effektivsten Übungen aus beiden Sportarten werden verknüpft und ergeben ein anstrengendes Training mit einer beruhigenden Wirkung.

Wie läuft eine Yogaausbildung oder Yoga Kurs ab?

Wenn Sie Yoga bereits praktizieren, Ihnen das allein aber nicht mehr reicht, haben Sie die Möglichkeit eine Ausbildung zum Yogalehrer zu absolvieren. Sie nehmen damit eine erfüllende und verantwortungsvolle Aufgabe an.

Nicht nur Ihr intellektuelles Wissen ist dabei relevant, sondern auch die Umsetzung in der Praxis. Yogalehrer zu sein ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Lebenseinstellung. Es gibt unterschiedliche Ausbildungsvarianten die auf Ihre Bedürfnisse und Ziele abgestimmt sind.

Die Inhalte der Ausbildung variieren je nach Schule und gewähltem Schwerpunkt. Die folgenden Themen sind allerdings immer enthalten:

  • Philosophie und Ziel des Yoga
  • Mantra und Meditation
  • Asanas
  • Yogische Atemübungen
  • Yoga Unterrichtsmethodik
  • Anatomie und Physiologie
  • Gebrauch von Hilfsmitteln und Korrekturmöglichkeiten
  • Ernährungslehre
  • Ayurveda

Während der Ausbildung helfen Sie einem erfahrenen Yogalehrer bei der Kursdurchführung und geben später eigene Kurse. Am Ende der Ausbildung verfügen Sie deswegen über ausreichend Praxiserfahrungen.

Die Ausbildungsdauer bewegt sich zwischen drei Wochen und vier Jahren. Dies ist abhängig von der Ausrichtung und Intensität der Ausbildung. Die meisten Ausbildungen dauern zwischen 200 und 300 Stunden.

Da der Beruf des Yogalehrers nicht geschützt ist, kann sich jeder so nennen. Deswegen wird empfohlen, nach der Grundausbildung ein Seminar oder weitere 500 Stunden zu machen, um eine fundierte und intensive Ausbildung zu erhalten. Die Ausbildungskosten variieren wie die Dauer sehr stark und betragen zwischen 2500 und 7000 Euro.

Nach der Ausbildung können Sie:

  • neue Ansätze in die klassischen Elemente des Yoga integrieren
  • eigene Übungen und ihren eigenen Unterrichtsstil entwickeln
  • Kompetent und sicher unterrichten
  • für jeden in ihrer Yogastunde die optimale Yogaübung finden.

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