Als kleines Kind haben Sie immer Piraten gespielt und als Erwachsener ist Ihr Traum der Herrscher der Meere zu sein noch nicht vergangen? Dann machen Sie den ersten Schritt in diese Richtung und lernen Sie das Segeln! Segeln bietet vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung an.

Ob ein gemütlicher Tagesausflug mit der Familie auf dem Bodensee oder ein mehrtägiger Segeltörn durch die Nordseeküste als sportliche Herausforderung – beim Segeln findet jeder etwas Passendes für sich.

Aber bis Sie segeln dürfen, haben Sie noch einen weiten Weg vor sich. Bevor Sie das erste Mal in See stechen, müssen Sie das sowohl Segeln als auch den Umgang mit dem Boot lernen und einen Segelschein erwerben.

So lernen Sie Segeln

Wenn Sie Segeln lernen möchten, erfolgt der Einstieg auf unterschiedlichen Wegen. In der Regel lernen Sie es, indem Sie Kurse oder eine Segelausbildung absolvieren, die sich für verschiedene Altersklassen, Vorkenntnisse und Bootstypen eignen und an deren Ende Sie den jeweiligen Bootsführerschein erhalten.

Die jeweilige Ausbildung gliedert sich in einen praktischen sowie theoretischen Teil:

Praktische Segelausbildung

Diejenigen, die nicht sicher sind, ob Segeln das Richtige für sie ist, können das in Schnupperkursen herausfinden, die einige Segelschulen anbieten oder bei Erlebnis-Anbietern erhältlich sind.

Die Schnupperkurse mit zwei bis sechs Teilnehmer dauern zwischen zwei und sechs Stunden und werden meistens auf einer Jolle oder einem Katamaran durchgeführt. Sie lernen dabei theoretische und praktische Basics nach der Methode learning by doing.

Kinder, Junioren und Jugendliche lernen diese Grundlagen im Rahmen der Jüngstenausbildung oder in einem Grundkurs. Darüber hinaus bieten Segelschulen auch Törns und Segelkurse auch für bestimmte Personengruppen, wie Jugendliche, Frauen oder Familien an.

Außerdem können Sie bei einem Segeltörn teilnehmen, um Erfahrungen im Segeln zu sammeln, ohne anschließend eine Prüfung zu absolvieren.

Wer das Segeln lernen möchte, um einen Schein zu erwerben, absolviert einen Ausbildungskurs an einer Segelschule. Die Kurse bauen aufeinander auf oder können miteinander kombiniert werden. Sie unterscheiden sich nach Schwierigkeits- und Kenntnisgrad.

Interessenten, die bereits einen Grundkurs absolviert haben, frischen ihr Wissen in Auffrischungskursen auf oder lernen neue Bereiche des Segelsports in Aufbaukursen. Welche verschiedenen Segelscheine es gibt, erfahren sie im Abschnitt „Segelführerscheine und Funkscheine“.

Theorie in der Segelausbildung

Wenn Sie das Segeln lernen, müssen Sie sich zuerst das theoretische Hintergrundwissen aneignen. In der Theorie des Segelns lernen Teilnehmer unter anderem das Schifffahrtsrecht, Navigation, Segeltheorie und Fahrzeugführung. Dabei lernen Sie den theoretischen Teil entweder in Präsenz- oder in Fernkursen. Bei einigen Anbietern haben Sie die Möglichkeit, die Theorie online zu lernen.

Segeln lernen auf Ausbildungstörns

Auf einem Ausbildungstörn sammeln Sie erste Erfahrungen im Segeln und lernen die wichtigsten Grundlagen. Für diesen Törn sind weder Vorkenntnisse noch Segelscheine erforderlich.

Die Crew führt ein erfahrener Skipper an, der während der Fahrt den Teilnehmern das theoretische und praktische Grundwissen vermittelt, dadurch haben Sie die Möglichkeit, aktiv mitzusegeln. Solche Segeltörns können als Tagesausflug durchgeführt werden oder auch eine Woche dauern.

Wann finden Ausbildungssegeltörns statt?

Die Ausbildungen für Segelführerscheine können eine bis zwei Wochen dauern oder in einem Wochenendintensivkurs abgeschlossen werden. Die Dauer hängt davon ab, ob Teilnehmer Theorie und Praxis zusammen oder separat lernen.

Jedoch erfolgt die praktische Ausbildung im Segeln in der Regel zwischen März bis November. In den kalten Monaten empfiehlt es sich, die zum Segeln ungünstige Zeit für die Theorie zu nutzen.

Darf ich ohne Schein segeln?

Wenn Sie mit einem reinen Segelboot ohne Motor oder mit einem Motor, dessen Gesamtleistung bis 3,68 kW (5 PS) beträgt, segeln wollen, brauchen Sie in ausgewiesenen Gewässern keinen Segelschein.

Solche Gewässer bilden die Ausnahme, in den meisten Fällen benötigen Sie einen Schein, der bescheinigt, dass Sie mit dem entsprechenden Bootstyp das Segeln gelernt haben. Informieren Sie sich vorher über die Vorschriften auf den jeweiligen Gewässern.

Um ein Segelboot zu steuern und verschiedene Manöver ausführen zu können, brauchen Sie theoretische Kenntnisse und Fertigkeiten, die Sie in entsprechenden Segelkursen lernen. Aus diesem Grund sollten Sie keineswegs ohne einen Schein segeln.

Segelführerscheine und Funkscheine

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©shutterstock – baon

Um legal segeln zu dürfen, müssen Sie es zuvor lernen und benötigen im Regelfall einen Segelschein. In Deutschland gibt es viele verschiedene Bootsführerscheine, die für bestimmte Altersgruppen, Bootstypen und Gewässer erteilt werden. Segeln ohne einen Schein ist in der Regel gesetzlich untersagt und nur in Ausnahmefälle in bestimmten Gebieten möglich.

Die folgende Liste gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Scheine die im nachfolgenden Abschnitt ausführlich erklärt werden.

Nichtamtliche Segelscheine

Nichtamtliche Scheine sind freiwillig und nirgendwo vorgeschrieben. Sie werden im Schadensfall als Befähigungsnachweis von Versicherungen anerkannt. Die Segelschulen verleihen in der Regel keine Boote, wenn Sie nicht mindestens einen nichtamtlichen Schein besitzen.

Jüngstenschein

Der Jüngstenschein ist der Befähigungsnachweis zum Segeln von altersgerechten Segelbooten bis zur Jolle mit 13 m² Segelfläche. Kinder, die ab sieben Jahren Segeln lernen, dürfen ihn erwerben. Nach Vollendung des 17. Lebensjahres wird der Jüngstenschein ungültig.

Segel-Grundschein

Der Grundschein eignet sich für Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene. Sie durchlaufen dabei überwiegend eine praktische Ausbildung zumeist in Jollen und kleinen Kielbooten.

Amtliche Segelscheine

Interessenten, die das Segeln professionell lernen möchten, um eigenverantwortlich Boote ab einer bestimmten Größe auf Gewässern und im Meer zu fahren, benötigen einen amtlichen Sportbootführerschein. Im Folgenden stellen wir Ihnen die verschiedenen amtlichen Zertifikate vor und geben eien Überblick über die Prüfungsinhalte.

Sportbootsführerschein Binnen (SBF Binnen)

Gültig für Sportboote (reine Segelboote oder motorisiert) unter 15 Meter Länge, mit mehr als 3,68 kW (5 PS).

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 14 Jahre (16 für Motorboote)
  • ärztliches Attest (Seh- und Hörfähigkeit, allgemeiner Gesundheitszustand)
  • KFZ-Führerschein oder Führungszeugnis „O“
  • Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen.

Theoretische Prüfung:

  • Nationales und internationales Schifffahrtsrecht
  • Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung
  • Seemannschaft
  • Wetterkunde
  • Fahrzeugführung

Praktische Prüfung:

  • Manöver und Knotenprüfung (entfällt bei Besitz des Sportbootführerscheins See).
    Zwischen der theoretischen und praktischen Prüfung dürfen maximal zwölf Monate liegen, beide Prüfungsteile können auch zusammen abgelegt werden.

Sportbootführerschein See (SBF See)

Gültig für Motorboote und Segelyachten mit über 3,65 kW (5 PS) auf deutschen Seeschifffahrtstraßen. Anerkennung: International als Motorbootschein anerkannt.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 16 Jahre
  • ärztliches Attest (Seh- und Hörfähigkeit, allgemeiner Gesundheitszustand)
  • KFZ-Führerschein oder Führungszeugnis.
  • Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen

Theoretische Prüfung:

  • Fragebogen über Navigation
  • Seemannschaft
  • Kollisionsverhütungsregeln
  • Seeschifffahrtsrecht
  • Wetterkunde
  • Fahrzeugführung
  • Umweltschutz

Praktische Prüfung:

  • Manöver und Knotenkunde

Sportküstenschifferschein (SKS)

Gültig für: Yachten mit Motor und unter Segel in Küstengewässern auf allen Meeren bis zwölf Seemeilen Abstand von der Festlandküste.

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 16 Jahre
  • Besitz SBF See
  • Nachweis über 300 ersegelte Seemeilen auf Yachten im Küstenbereich

Theoretische Prüfung:

  • Fragebogen
  • Kartenaufgabe
  • ggf. eine mündliche Prüfung.
  • Aufgaben über Gebieten Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde

Praktische Prüfung:

  • Sie setzen die theoretischen Kenntnisse um, führen ausgewählte Manöver (inkl. Rettungsmanöver) und sonstige Fertigkeiten durch.
    Die Gesamtprüfung müssen Sie innerhalb von zwei Jahren abschließen.

Sportseeschifferschein (SSS)

Gültig für: Yachten unter Segel und Motor in küstennahen Gewässern (alle Meere bis 30 sm und Ost- und Nordsee, Bristolkanal, Irische und Schottische See, Mittelmeer und Schwarzes Meer).

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 16 Jahre
  • Besitz SBF-See
  • Nachweis von 1000 Seemeilen auf Yachten in küstennahen Seegewässern (nach Erwerb SBF-See) als Wachführer oder dessen Vertreter

Theoretische Prüfung:

  • Schriftlich und ggf. mündlich in Fächern Navigation, Seemannschaft, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde. Es sind umfangreiche Kenntnisse nachzuweisen.

Praktische Prüfung:

  • Theoretischen Kenntnisse umsetzen und anwenden
  • Pflichtaufgaben (Rettungsmanöver und Radar),
  • ausgewählte Manöver
  • sonstige Fertigkeiten

Sporthochseeschifferschein (SHS)

Gültig für: Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in der weltweiten Fahrt (alle Meere).

Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahren
  • Besitz Sportseeschifferschein
  • Nachweis von 1.000 Seemeilen auf Yachten im Seebereich (nach Erwerb des Sportseeschifferscheins) als Wachführer

Theoretische Prüfung:

  • Schriftlich und ggf. mündlich in Fächern Navigation, Schifffahrtsrecht und Wetterkunde
  • Umfangreiche und vertiefte Kenntnisse der astronomischen Navigation und des internationalen Seerechts
  • Kenntnisse tropischer Wirbelstürme
  • Handhabung eines Sextanten (Messen, Bestimmen, Erläutern)

Praktische Prüfung:

  • Wird nicht durchgeführt.

Segeln lernen mit dem Bodenseeschifferpatent

Das Schifferpatent gibt es in vier Kategorien A, B, C und D. Zum Segeln benötigen Sie Bodenseeschifferpatent A für Fahrzeuge ab 4,4 kW (6 PS) oder D für Fahrzeuge mit einer Segelfläche über 12 m². Das Schifferpatent A wird ab 18 Jahren, und das Schifferpatent D bereits ab 14 Jahren ausgestellt.

Für das Bootsschifferpatent muss eine theoretische und eine praktische Prüfung abgelegt werden. Wenn Sie einen SBF Binnen unter Segel oder ein SKS-Schein besitzen, entfallen die praktische Prüfung und die theoretischen Fragen der Segelprüfung.

Wenn Sie einen SBF-Schein Binnen (oder See) unter Motor besitzen, wird Ihnen die praktische Motorbootprüfung erlassen. Als Besitzer des Bodenseeschifferpatents können Sie einen Sportbootführerschein Binnen ohne weitere Prüfung beantragen.

Die genauen Regelungen zum Befahren des Bodensees finden Sie in der Verordnung des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur zur Einführung der Bodensee-Schifffahrts-Ordnung (EinfVO-BSO).

Funkscheine für das Segeln auf Meeren

Da auf dem Meer in der Regel kein Handy-Empfang möglich ist, benötigen Sie ein Funkgerät. Dass Sie mit dem Funkgerät umgehen können, müssen Sie mit dem Funkschein nachweisen, der seit 2005 vorgeschrieben ist.

Wie Sie ein Funkgerät bedienen, lernen Teilnehmer in speziellen Funkkursen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, ihn zu absolvieren, wenn Sie gleichzeitig das Segeln lernen und mit einem Segelschein abschließen.

Ob Sie in einem Kurs beide Scheine erhalten, erfahren Sie beim Kursleiter bzw. der Segelschule. Ist er nicht enthalten, müssen Sie ihn zusätzlich erwerben.

Es gibt drei Arten von Funkgeräten, mit jeweils drei Scheinen:

UBI – UKW-Sprechfunkzeugnis

UBI – UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk. Die Prüfung besteht aus Theorie und Praxis und darf ab dem 15. Lebensjahr abgelegt werden. Dabei ist Deutsch neben Französisch die „Amtssprache“ des Funkverkehrs. Englisch ist keine Voraussetzung.

SRC (Short Range Certificate)

SRC (Short Range Certificate) ist ein beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis. Das SRC berechtigt zum Ausüben des Seefunkdienstes bei See-Sprechfunkstellen für UKW und Funkeinrichtungen des GMDSS (weltweites Seenot- und Sicherheitsfunksystem) für UKW bis 30 Seemeilen weltweit an allen Küsten.

LRC (Long Range Certificate)

LRC (Long Range Certificate) ist ein allgemeines Funkbetriebszeugnis. Das LRC berechtigt zur uneingeschränkten Ausübung des Seefunkdienstes an Sprech-Seefunkstellen, Schiffs-Erdfunkstellen und Funkeinrichtungen des GMDSS weltweit auf hoher See. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre.

Bei den letzten beiden Scheinen wird die Beherrschung der englischen Sprache bzw. der englischen Funktexte vorausgesetzt. Diese Scheine werden international anerkannt und sind unbefristet gültig.

Alle Führerscheine werden vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ausgestellt. Für Österreich und der Schweiz gelten andere Regelungen für den Erwerb des Befähigungsausweises und Schiffsführerpatents. Die in Deutschland erworbenen Führerscheine besitzen in der Regel auch international ihre Gültigkeit.

Wo kann ich Segeln lernen?

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©shutterstock – haveseen

Segelschulen und -vereine

Wenn Sie Segeln lernen möchten, wenden Sie sich am besten an eine der Segelschulen oder einen ausbildenden Verein. In jedem Bundesland gibt es mehrere Schulen, die neben Landesseglerverbänden und Klassenvereinigungen im Deutschen Segler-Verband organisiert sind.

Ebenso finden Sie auf der Webseite des Deutschen Segler-Verbandes ausbildende Vereine in Ihrer Nähe.

Erlebnis-Anbieter von Segelkursen

Neben den Vereinen, ist es ebenso möglich, das Segeln über einen Erlebnis-Anbieter zu lernen. Entsprechende Gutscheine erhalten Sie z. B. bei Jochen Schweizer, mydays sowie weitere Anbieter.

Dabei lernen Sie das Segeln im Rahmen eines Segeltörns, der zwischen mehreren Stunden und vier Tagen dauert. Die Teilnehmerzahlen liegen zwischen 1-10 und 20-90 Personen und hängen von der Bootsgröße ab.

Um dort das Segeln zu lernen, müssen Sie in normaler physischer Verfassung sein und schwimmen können. Minderjährige brauchen die Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten oder nehmen in Begleitung eines Erwachsenen teil.

Wie beim Segeln in anderen Kursen sollten Teilnehmer wind- und wetterangepasste Kleidung sowie Schuhe mit heller Sohle tragen. Die Ausrüstung, wie die Rettungsweste, bekommen Sie vom Anbieter.

Wie viel kostet es, das Segeln zu lernen?

Die Kosten für die verschiedenen Segelkurse unterscheiden sich stark von Segelschule zu Segelschule. Je nachdem, welche Inhalte die Teilnehmer in dem Kurs lernen und ob Theorie sowie Praxis zusammen oder getrennt unterrichtet werden.

Der Preis für den Grundkurs im Segeln liegt zwischen ca. 200 und 270 Euro; die SBF Binnen, der SBF Binnen, SBF See, sowie SKS kosten zwischen 200 und 500 Euro, abhängig von der gewählten Kombination, d. h. nur Segel, nur Motor, Segel und Motor, nur Praxis oder Theorie und Praxis). Teurer dagegen sind SSS und SHS -Scheine, diese kosten  700 bis 800 Euro.

Zusätzlich bezahlen Sie für die Ausbildung zu Funkscheinen zwischen 200 und 300 Euro. Beachten Sie dabei, ob Schulungsmaterial (ca. 70 Euro) und Prüfungsgebühren (70 – 90 Euro) im Preis enthalten sind.

Preise für Ausbildungstörns

Die Kosten für Ausbildungstörn variieren stark, da sie von der Teilnehmerzahl, der Länge, dem Bootstyp und weiteren Leistungen abhängen. Es kann ein vierstündiger Schnuppertörn (ab 50 Euro), Tagestörn, Wochenendtörn (200 – 300 Euro) oder ein wochenlanger Segeltörn sein, der mehrere hundert Euro kostet.

Gutscheine für Segelkurse

Die Preise können zwischen 30 € für ein zweistündiges Schnuppersegeln und 700 € für einen einwöchigen Segeltörn liegen, abhängig von der Länge des Törns, der Teilnehmerzahl und den angebotenen Leistungen. Ein Schnupperkurs im Segeln kostet 50 bis 200 Euro.
Zu diesen Anbietern gehören unter anderem Jochen Schweizer und myDays.

Verbände des Segelsports

Weitere Informationen zum Segeln lernen und den unterschiedlichen Ausbildungswegen, finden Sie auf der Webseite der Sportverbände:

  • Deutscher Segler Verband
  • Deutscher Hochseesportverband HANSA e. V.
  • Verband Deutscher Sportbootschulen e. V.

Segelreviere in Deutschland

Sie können sowohl  im Meer, als auch in Binnengewässern segeln. Das Segeln ist in Deutschland unter Anderem in folgenden Gewässern möglich:

  • Deutsche Nordseeküste (Deutsche Bucht, Helgoländer Bucht, Flensburger Förde, Jadebusen, Kieler Bucht)
  • Deutsche Ostseeküste
  • Binnengewässer (Bodensee, Chiemsee, Dümmer See, Lippesee, Müritz, Potsdamer Havel, Sechs-Seen-Platte, Starnberger-See, Steinhuder Meer, Tegernsee, Zwischenahner See)

Glossar zum Segeln

Einsteiger, die das Segeln lernen, treffen immer wieder auf Fachbegriffe. Um Ihnen das Verständnis zu erleichtern, erklären wir Ihnen die die wichtigsten Begriffe:

  • Navigation: Die Navigation benötigen Sie, um Ihren Standort zu ermitteln, den gewünschten Zielpunkt zu erreichen und den richtigen Kurs zum Zielpunkt einzuhalten.
  • Seemannschaft: Das ist die Gesamtheit aller Fertigkeiten und Kenntnisse, die Sie als Bootführer besitzen müssen. Dazu zählen Kenntnisse des eigenen Bootes und der Ausrüstung, Manöverkunde, nautisches Wissen, Wetterkunde, Medizin. Desweiternen ist „Regeln guter Seemannschaft“ ein juristischer Begriff, der zur Beurteilung des Handelns eines Schiffführers verwendet wird.
  • Schifffahrtsrecht: Die Gesetze, die das Verhalten von Schiffen auf Wasserstraßen regeln. Die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung, die Schifffahrtsordnung Emsmündung, Kollisionsverhütungsregeln und die  Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung sind Bestandteile des Schifffahrtsrechts.
  • Wetterkunde: Das Wetter richtig einzuschätzen und falls nötig, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, gehört zu den wichtigen Kenntnissen eines jeden Seglers.
  • Sextant: Navigationsgerät zur Berechnung des Höhenwinkels von Gestirnen, um nautisches und optisches Messgerät, mit dem man den Winkel zwischen den Blickrichtungen zu relativ weit entfernten Objekten, insbesondere den Winkelabstand eines Gestirns vom Horizont, bestimmen kann. Er wird hauptsächlich zur Messung des Höhenwinkels von Gestirnen für die astronomische Navigation auf See verwendet
  • Manöver: Ankermanöver, An- und Ablegermanöver, Mann-über-Bord-Manöver (Rettungsmanöver), Wende, Halse und andere sind die Maßnahmen, die das Schiff in die richtige Position bringen.
  • Knotenkunde: Die Knoten sind ein wichtiges Element beim Segeln und erfüllen verschiedene Funktionen. Achtknoten, Kreuzknoten, Schotstek, Stopperstek sind einige der Knoten, die Sie für die Knotenprüfung lernen und beherrschen müssen.
  • Kollisionsverhütungsregeln (KVR): Die international anerkannten Ausweichregeln, die helfen Zusammenstöße von zwei Schiffen zu vermeiden.
  • Umweltschutz: Zum Umweltschutz beim Segeln gehört das Nichtbefahren bestimmter Gewässer, die als Laichgebiete für Fische oder als Brutplätze für Vögel dienen. Achten Sie auch auf die Wassersauberkeit, entleeren Sie die Bordtoilette nur den dafür vorgesehenen Entsorgungsstellen in Häfen und vermeiden Sie das Gelangen von Altöl ins Wasser.

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