Höher, schneller, weiter – da, wo die Kraft Ihrer Beine an ihre Grenzen stößt, leisten Poweriser Abhilfe. Mit diesen futuristisch anmutenden Sprungstelzen als Beinverlängerung erlangen Ihre Bewegungen eine neue Dimension: Große Schritte, weite Sprünge und eindrucksvolle Überschläge sind so möglich.

Was kompliziert aussieht, ist federleicht zu erlernen. Dabei haben Sie nicht nur einen Riesenspaß, Sie trainieren auch Ihre körperliche Fitness bis zu fünfmal effektiver als mit Joggen.

Was sind Poweriser und was macht man mit ihnen?

Poweriser ist ein Hersteller von Sprungstelzen, mit denen man den Funsport Bouncen ausübt. Sie werden an den Fuß und Unterschenkel des Sportlers geschnallt und funktionieren wie eine Art Beinverlängerung. Poweriser sind wie folgt aufgebaut:

  • Circa 50 Zentimeter hohes Rahmengestell aus Aluminium
  • Sprungfeder aus Fieberglas
  • Kunststoffkomponenten an der Fuß- und Beinhalterung
  • Rutschfeste Fußsohle aus Hartgummi
  • Gewicht: Zwischen sieben und neun Kilogramm (je nach Modell)

Bei der Fortbewegung mit dem Poweriser wird die Sprungfeder in der Stelze zusammengedrückt und setzt beim Ausdehnen Energie frei. Auf diese Weise können die Sportler bis zu 45 Kilometer pro Stunde schnell laufen sowie bis zu vier Meter weit und zwei Meter hoch springen. Fortgeschrittene Sportler vollführen auf ihren Stelzen Tricks wie beispielsweise Saltos.

Wo können Poweriser verwendet werden?

Beim Bouncen handelt es sich in der Regel um einen Outdoor-Sport. So kommen Poweriser überall dort zum Einsatz, wo der Untergrund fest und nicht rutschig ist. Am besten geeignet sind Untergründe aus Asphalt und (trockenem) Rasen, weniger geeignet sind Sand und Kies.

Körperliche Voraussetzungen für Poweriser

Da die Bewegungsabläufe den natürlichen Abläufen beim Laufen und Springen gleichen, können auch Einsteiger sich nach kurzer Zeit auf den Stelzen halten. Wie für das Ausüben aller Sportarten ist eine gute physische Verfassung Grundvoraussetzung.

Deswegen sind Poweriser weniger geeignet, wenn Sie:

  • Weniger als 30 oder mehr als 120 Kilogramm wiegen
  • Epileptiker sind
  • Unter Gleichgewichtsstörungen leiden
  • Ihr Bewegungsapparat eingeschränkt ist
  • Oder Sie Herz- und Kreislaufprobleme haben.

Poweriser sind für Kinder ab zehn Jahren geeignet. Diese sollten, abhängig von ihrer geistigen Reife, die Sprungstelzen unter Aufsicht benutzen, da ein falsches Einschätzen der eigenen Fähigkeiten das Verletzungsrisiko erhöht.

Verletzungsrisiko beim Bouncen

Ein Verletzungsrisiko besteht, wie bei jeder Sportart, auch beim Bouncen mit Powerisern. Hier können Sportler durch Stürze Prellungen, Schürfwunden und schlimmstenfalls Knochenbrüche erleiden. Deswegen ist Schutzkleidung unverzichtbar. Die große Mehrzahl der Stürze ist Resultat von Übermut seitens der Sportler und geht nicht auf Materialfehler zurück.

Poweriser als neuer Fitness-Trend

Bouncen mit dem Poweriser macht nicht nur eine Menge Spaß, es ist zudem der Fatburner schlechthin. Wer mit dem Poweriser läuft, trainiert nicht nur die Beinmuskulatur, sondern auch die Muskeln an Bauch und Rücken. Das regt den Fettstoffwechsel an. Somit ist das Laufen mit dem Poweriser bezüglich des Kalorienverbrauchs fünf Mal so effektiv wie einfaches Joggen.

Viele befürchten, das Laufen auf diesen speziellen Stelzen sei schlecht für die Gelenke. Der Hersteller gibt Entwarnung: Die Sprungfeder der Poweriser dämpft und absorbiert den Druck auf die Gelenke, sodass die Gelenke sogar geschont werden.

Tipps für den Umgang mit Sprungstelzen

Zum Anziehen der Poweriser empfiehlt sich entweder eine erhöhte Sitzgelegenheit oder eine Wand zum Anlehnen. Am besten tragen Sie dazu bequeme Sportschuhe. Nach ersten Gehversuchen können die meisten Menschen sich nach etwa einer Viertelstunde ohne Stütze auf den gefederten Stelzen halten und gehen. Hier ein paar Tipps, damit Sie sich wacker auf den Beinen halten:

  • Poweriser haben keine Bremsen. Zum Anhalten müssen Sie deswegen zunächst das Tempo verringern und dann, wie beim Gehen auf Ihren eigenen Füßen, anhalten. Die Sprungfeder federt nicht nach.
  • Stehen ist auf den Sprungstelzen wegen der kleinen Fußsohlen nur mittels Trippelbewegungen möglich.
  • Um das Gleichgewicht besser halten zu können, ist auf eine gerade Haltung des Oberkörpers zu achten.

Auch wenn die Funsportart ohne professionelle Anleitung schnell gelernt werden kann, sollte der Lernprozess einem langsamen Herantasten gleichen. Nur weil Sie sich nach einigen Minuten gut auf den Beinen halten können, sollten Sie nicht gleich einen Weitsprung-Wettbewerb veranstalten.

Übersicht der Poweriser Modelle

Die verschiedenen Poweriser Modelle richten sich nach dem Gewicht des Sportlers, die Schuhgröße spielt keine Rolle. Dementsprechend sind die Bezeichnungen der Standardmodelle so zu verstehen:

PR 30 – 50 Kindermodell, für ein Körpergewicht von 30 bis 50 Kilogramm
PR 50 – 70 Modell für Jugendliche mit einem Körpergewicht von 50 bis 70 Kilogramm
PR 70 – 90 Erwachsenenmodell, für ein Körpergewicht von 70 bis 90 Kilogramm
PR 90 – 120 Erwachsenenmodell, für ein Körpergewicht von 90 bis 120 Kilogramm

Die Federhärte kann bei allen Modellen frei variiert werden. Weiche Federn eignen sich für die Sportler, deren Gewicht am unteren Rand der Einteilung angesiedelt ist. Harte Federn benutzen dementsprechend Sportler, deren Gewicht sich dem Maximalgewicht der Gewichtsklasse nähert.

Neben der Standardserie ist die Serie EVO I erhältlich. Diese leistungsstärkeren Modelle richten sich an Profisportler und unterscheiden sich vom Standardmodell durch folgende Neuerungen:

  • Schnellverschlusssystem am Kniebügel für ein einfacheres Anlegen der Poweriser
  • Neues Aluminium C-Profil, das das Durchknicken der Federn erschwert und so für mehr Sprungkraft sorgt
  • Überholte Gleitlagerbuchsen, die das seitliche Spiel im Lager verringern
  • Keine Seitenstreben mehr, stattdessen dient ein neu entwickeltes Verbindungsteil zwischen den beiden großen Aluminiumstreben der Stabilität und optimiert die Verteilung des Gleichgewichts und Körperschwerpunkts

Mit Ausnahme des Kindermodells sind die EVO I-Modelle für alle Gewichtsklassen erhältlich.

Ersatzteile und Zubehör für Poweriser

Für alle Teile der Poweriser sind Ersatzteile erhältlich. Wie schnell die Sprungfedern und die Gummisohlen verschleißen, hängt von der Häufigkeit des Gebrauchs ab. Die Federn können jedoch nicht brechen, sie leiern lediglich aus oder knicken ein. Somit besteht keine Sturzgefahr. Die Ersatzteile können Sie in der Regel problemlos selber austauschen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiches Zubehör. Spezielle Poweriser-Rucksäcke und -Taschen garantieren einen festen Sitz trotz der Bewegungen beim Springen und Laufen. Auch gibt es Taschen, in denen die Poweriser selbst verstaut und transportiert werden können.

Absolut notwendig ist die Anschaffung von Zubehör, dass das Verletzungsrisiko im Falle eines Sturzes minimieren. Dazu zählen:

  • Protektoren: Schoner für Knie, Ellenbogen und Handgelenk, wie man sie auch vom Inlineskaten kennt
  • „Crash Pants“: Hosen, die an der Seite und hinten verstärkt sind
  • Sturzhelm

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