„Ein bisschen an der Stange tanzen; das ist ja ganz sexy, aber muss man dafür etwas können?“ Wer so denkt, ist auf dem Holzweg. Pole Dance erfordert viel Mühe und Körperbeherrschung.

Weit verbreitet ist das Klischee vom Strip-Clubt, in dem sich Frauen für Geld vor Männern an Stangen räkeln. Eigentlich ist Pole Dance aber eine Form des Ausdruckstanzes und die Tänzerinnen setzen lange einstudierte Choreographien um.

Um Pole Dance zu beherrschen, bedarf es also viel Übung. Neugierige können mit Kursen in diesen Tanzsport hineinschnuppern.

Was muss ich mitbringen, um den Pole Dance zu lernen?

Pole-Dance-Vorteile
©shutterstock – antoniodiaz

Wer sich das erste Mal am Pole Dance versuchen möchte, sollte körperlich gesund sein. Was heißt das? Da Muskeln und Gelenke stark beansprucht werden, sollte keinen Pole Dance Kurs machen, wer unter Knie- oder Rückenproblemen leidet.

Für den Anfang genügt aber durchschnittliche körperliche Fitness. Neugierige müssen sich schließlich nicht gleich an die akrobatischen Übungen professioneller Tänzerinnen heranwagen.

Pole Dance Kurse unter 18?

Manche Tanzschulen fordern bei Interessentinnen unter 18 Jahren eine Einverständniserklärung der Eltern. Andere Anbieter verzichten auf diese Voraussetzung. Wenn das eigene Kind sich für den Tanz interessiert, sollten Eltern aber auf jeden Fall helfen, eine seriöse Tanzschule zu finden.

Was lerne ich im Pole Dance Kurs?

Anfänger lernen zuerst die grundlegende Bewegungen und Haltungen an der Pole Dance Stange, auch „Pole“ genannt. Dazu zählen:

  • Klettern und Festhalten an der Stange
  • Klassische Posen
  • Drehungen an einer rotierenden Stange

Die Übungen sind nicht besonders schwer und Anfänger können sie selbst ausprobieren. Anhand des eigenen Gefühls und der Resonanz merken die weiblichen Teilnehmer schnell, ob Pole Dance wirklich der richtige Sport ist.

Warum Pole Dance lernen?

Pole-Dance-Übung
©shutterstock – antoniodiaz

Die Frage könnte genauso gut lauten: Warum nicht? Pole Dance hat in den letzten Jahren ein besseres Image erhalten. Immer mehr Leute erkennen die sportlichen Qualitäten darin. Beim Pole Dance lernen Teilnehmer einen Tanzstil kennen, der körperliche Geschmeidigkeit mit Akrobatik und sinnlichem Ausdruck verbindet.

Natürlich tut man dabei auch etwas für die Fitness. Muskeln in allen Körperpartien werden beansprucht und Ausdauer ist gefragt. Auch die geistige Herausforderung ist reizvoll. Aufwändige Tanzfolgen und Choreographien müssen Sie einstudieren und dann unter großer Konzentration darbieten.

Trotzdem kommt der Spaß beim Pole Dance aber nie zu kurz, wenn die anfängliche Zurückhaltung erst einmal überwunden ist. Es gibt genug Gründe, vor dem sportlichen Tanz nicht zurück zu schrecken: Viele Frauen berichten zum Beispiel, beim Pole Dance ein ganz neues Körpergefühl und mehr Selbstvertrauen zu gewinnen.

Wie viele Pole Dance Stunden brauche ich, um gut zu tanzen?

Das hängt von Ihrem Talent, sportlicher Erfahrung und dem persönlichen Anspruch an sich selbst ab. In kurzen Übungskursen und längeren Pole Dance Workshops können Anfänger zumindest die Grundlagen lernen. Dazu zählen vor allem:

  • Dance Moves (an der Pole und am Boden)
  • Spins (Drehungen an und um die Pole)
  • Climbs (Techniken, um sich an der Pole auf und ab zu bewegen)
  • Die beliebtesten Standardfiguren

Pole Dance trainiert den gesamten Körper

Technik ist beim Pole Dance nicht alles. Gleichzeitig müssen Sie diszipliniert Kraft und Beweglichkeit trainieren. Wer vorher bereits Sport oder Gymnastik gemacht hat, wird sich leichter tun. Die wenigsten Tänzerinnen beschränken ihr Training aber auf die Tanzstunden.

Als zusätzliches Training sollten Frauen Sportarten wählen, die die weibliche Form unterstützen und gleichzeitig Kraft verleihen. Ein breites Kreuz und muskulöse Oberarme sind nicht Ziel des Pole Dance Trainings; wichtiger ist die athletische Muskelkraft in Beinen, Armen, und Oberkörper.

Pole Dance für Fortgeschrittene: Mehrstündige Workshops im Stangentanz

In Workshops und Kursen können Sie die Grundlagen im Pole Dance immer weiter vertiefen. Neben tänzerischen Fähigkeiten bauen die Teilnehmer auch Wissen auf. Bei einem akrobatischen Sport wie Pole Dance geht vor allem Sicherheit vor.

Bevor man tanzt, werden Dehnübungen gemacht; dabei lernen Kursteilnehmer auch einiges über Muskeln und Körperbau. Dann werden die wichtigsten fortgeschrittenen Techniken theoretisch und praktisch eingeübt:

  • Dance Moves: Tänzerische Elemente an der Stange und auf dem Boden
  • Spins: Drehungen an der Stange ohne Bodenkontakt
  • Turns: Drehungen mit zwischenzeitlichem Bodenkontakt
  • Slides; Gleiten an der Stange
  • Steps: Tanzsprünge am Boden und mit der Stange
  • Posen: Figuren, die man an der Stange vollführt
  • Choreographien

Meistens läuft eine Pole Dance Stunde folgender Maßen ab:

  • 1. Aufwärmen und Dehnen
  • 2. Erklärung und Übung von Techniken
  • 3. Kombination der Techniken zu Choreographien

In den Pole Dance Kursen von Nadin Vollhardt in Frankfurt wird dieses Programm in 20 Unterrichtsstunden intensiviert. Der Aufbau nach Stunden ist so gegliedert:

  • 1. bis ca. 4. Stunde: Aufbau von Grundkenntnissen
  • 5. bis ca. 10. Stunde: Vertiefen des Erlernten
  • 10. bis ca. 20. Stunde: Einüben und Perfektionieren, um einen eigenen Stil zu entwickeln

Übung und Wiederholung ist das A und O

Teilnehmer sollten den Pole Dance auch neben den Kursen weiter üben. Pole Dance Stangen für Zuhause gibt es ab etwa 200 Euro.

Viele Schulen bieten auch Workshops, die aufeinander aufbauen. In der Pole Dance Academy Nürnberg kann man dazu noch regelmäßig an Trainings teilnehmen, in denen das Gelernte aus den Workshops vertieft wird.

Pole Dance just for Fun

Die meisten Pole Dance Schulen bieten zum Beispiel Sonderangebote für Junggesellinnenabschiede. In der Gruppe mit Ihren Freundinnen erleben Sie eine Fitness-Stunde der besonderen Art, in der Sie so manchem Zukünftigen gefallen könnten.

Welche Kleidung trage ich beim Pole Dance?

Viele Bewegungen und Tanzeinlagen beim Pole Dance unterscheiden sich wenig von Turnen oder rhythmischer Sportgymnastik. Ihre Kleidung sollte also praktisch, elastisch und sportlich sein.

In aufreizender Montur – wie manche Profi-Tänzerin – erscheint man zumindest besser nicht zum Pole Dance Kurs oder Probetraining. Kurze und enge Kleidung ist besser geeignet als lange und weite Kleidung. An den Füßen tragen Sie am besten normale Schuhe oder Gymnastikschuhe (Ballerinas).

Vorsicht, Verletzungsgefahr! Pole Dance Stangen für Zuhause

Mit einer „X-Pole-Stange“ können Tanzschülerinnen auch Zuhause sicher und professionell üben. Sie erfüllt die wichtigsten Sicherheitsvoraussetzungen:

  • 1. Sie ist fest installierbar und droht nicht zu kippen
  • 2. Sie ist nicht zu glatt, so dass man sich an ihr festhalten kann (ohne Bodenkontakt)
  • 3. Sie ist rotierend oder starr installierbar
  • 4. Sie hält auch größerem Gewicht stand (selbst Männer können an ihr trainieren)
  • 5. An Boden und Decke hinterlässt die Bauart keine Spuren

Darüber hinaus gibt es weitere Anbieter für Pole Dance Stangen, bei denen Sie auf die oben genannten Faktoren achten sollten. Ebenso erweisen sich Erfahrungsberichte anderer Pole Dance Interessenten sowie Tänzer als hilfreich, bevor Sie einen eigenen Pole kaufen und zu Hause aufbauen.

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