Wenn du einmal das Fliegen empfunden hast, wirst du immer auf der Erde wandeln mit deinen Augen himmelwärts gerichtet. Es ist, als ob Leonardo da Vinci diese weisen Worte über das Paragliding gesagt hätte. Denn bei kaum einer anderen Luftsportart ist das Flugerlebnis so unverfälscht.

In einem Gurt unter einen Gleitschirm festgeschnallt ist man lediglich umgeben von frischer Luft und kann so die Erde aus der Vogelperspektive betrachten. Diese Erfahrung kann jeder auch ohne Vorkenntnisse machen: Bei einem Paragliding Schnupperkurs oder einem Tandemflug.

Was ist Paragliding? – Erklärung und Ursprung

Paragliding ist die englische Bezeichnung für die Luftsportart Gleitschirmfliegen. Bei dieser sitzt der Pilot in Tragegurten unter einem Gleitschirm oder -segel, mit dem er durch Leinen verbunden ist. Beim Paragliding handelt es sich um eine verhältnismäßig junge Sportart: 1965 entwickelte der Amerikaner David Barish den sogenannten „Sailwing“, den Vorläufer des modernen Gleitschirms. Dieser stieß jedoch nur auf geringe Resonanz.

Anfang der 1970er Jahre änderte sich das und erste Paragliding Sprünge wurden in Europa unternommen. Diese fanden zunächst als Bergflüge in steilem Gelände statt, da die frühen Gleitschirme, damals noch Flächenfallschirme genannt, nur eine geringe Gleitleistung aufwiesen.

Erst nach 1985 verbreiteten sich zusehends die modernen Gleitschirmvarianten, durch die sich das Paragliding in den Folgejahren als neue Trendsportart etablierte. Diese waren den Flächenfallschirmen aufgrund ihres besseren Gleitwinkels und der einfacheren Handhabung überlegen.

Körperliche und gesetzliche Voraussetzungen für Paragliding

Mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten dürfen Jugendliche ab 14 Jahren beim Paragliding teilnehmen. Nach oben ist die Grenze offen. Selbstverständlich sollte jeder bei Flugantritt gesund sein. Bei chronischen Rücken- oder Herzleiden ist vorher ein Arzt aufzusuchen. Ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis oder besondere körperliche Voraussetzungen sind nicht nötig.

Einen Gleitschirm ohne Fluglehreraufsicht fliegen darf in Deutschland nur, wer den Luftfahrerschein hat. Für diejenigen, die diesen Sport nicht regelmäßig ausüben, sondern ausprobieren möchten, ist ein Paragliding Schnupperkurs empfehlenswert.

Die richtige Ausrüstung für das Paragliding

Für sicheres Fliegen beziehungsweise Gleiten bedarf es der richtigen Ausrüstung. Diese setzt sich für das Paragliding aus folgenden Komponenten zusammen:

Gleitschirm

Besteht aus einer Kappe, die in Kammern unterteilt und durch Leinen mit dem Gurtzeug verbunden ist. Die Tragfläche ist in zwei Teile unterteilt: Unter- und ObersegelAus Nylonstoff in Ripstop-Technik gewebt und deswegen besonders reißfest.

Versehen mit einer Beschichtung (oft auf Silikonbasis) für eine bessere Luftdurchlässigkeit sowie zum Schutz vor Beanspruchung und Alterung durch UV-Licht. Von der Segelunterseite gehen mit Nylon ummantelte und somit sehr reißfeste Fangleinen ab zu den Tragegurten.

Gurtzeug

Bezeichnet den Sitz des PilotenWird mit Karabinerhaken in die Tragegurte eingehängt. An der Unterseite ist ein Reaktor oder Airbag angebracht, der unsanfte Landungen abmildert und das Verletzungsrisiko senkt.

Am Rückenteil oder an der Seite befindet sich ein Rettungsfallschirm, der, sollte der Gleitschirm nicht mehr flugfähig sein, den Paraglider im gebremsten, meist senkrechten Herabgleiten sicher auf den Boden zurück bringt.

Technische Hilfsmittel

  • Variometer: zeigt die Steig- und Sinkwerte sowie die Flughöhe an.
  • GPS-Gerät: praktisch bei Streckenflügen zur Positionsbestimmung und FlugaufzeichnungBeide Hilfsmittel werden im Handel mittlerweile in Kombigeräten angeboten.
  • Cockpit: Eine Tasche, die vor der Brust des Paragliders am Gurtzeug eingehängt wird und in der sich die technischen Hilfsmittel sowie Trinkflaschen, Kameras oder Landkarten verstauen lassen.

Bekleidung

Sollte warm und winddicht sein. Kleidung aus Spezialfasern ist in Sportbekleidungsgeschäften erhältlich.

  • Schuhe: Mit hohem Schaft, um beim Landen Verletzungen an den Knöcheln vorzubeugen
  • Helm: In Deutschland besteht HelmpflichtHandschuhe zum Kälteschutz in luftigen Höhen

Die gesamte Paragliding Ausrüstung kann in einem großen Rucksack transportiert werden und wiegt 15 bis 20 Kilogramm. Für einen Schnupperkurs oder einen Tandemflug erhalten Teilnehmer die erforderliche Ausrüstung von der jeweiligen Flugschule.

Vom Starten, Fliegen und Landen: Der Flugablauf

Paragliding-Start
©shutterstock – Burben

Bevor es ab in die Luft geht, muss immer ein Startcheck ausgeführt werden. Dabei müssen fünf Dinge gewährleistet sein:

  • Gurte und Leinen sind geschlossen
  • Keine Verknotungen der Leinen
  • Gleitschirm ist vollständig ausgebreitet, Eintrittskante liegt offen
  • Geeignete Windbedingungen
  • Luftraum ist frei

Der Start

Sind diese Rahmenbedingungen erfüllt, kann das Paragliding losgehen. Die Art des Starts hängt allerdings auch vom Ort des Starts ab – ob auf einem Berg, an einem Küstenabschnitt oder mithilfe einer Schleppwinde. Im Allgemeinen unterscheiden Sportler beim Paragliding zwischen vier verschiedenen Startvorgängen:

Vorwärtsstart

Diese Methode wird auch Alpinstart genannt. Es wird entgegen des Winds gestartet, der Gleitschirm befindet sich hinter dem Piloten. Dieser läuft langsam los und zieht dabei am vorderen Tragegurt.

Das Gleitsegel füllt sich mit Luft und steigt über den Piloten. Durch kontrolliertes, an die Windverhältnisse angepasstes Abbremsen steigt der Schirm nur so hoch, bis er am Scheitelpunkt über dem Paraglider angekommen ist. Dann beschleunigt der Pilot wieder und hebt ab, sobald eine Geschwindigkeit von 20 km/h erreicht ist.

Rückwärtsaufziehen

Bei dieser Startmethode befindet sich der Gleitschirm hier vor dem Piloten, der den Aufwind im Rücken hat. Der Schirm füllt sich mit Luft und muss, ebenso wie beim Vorwärtsstart, durch kontrolliertes Ziehen an den Leinen im Scheitelpunkt über dem Piloten zum Stehen gebracht werden.

Diese Technik ist besonders für windstarke Tage geeignet. Ist der Wind schwach, muss der Pilot langsam rückwärts laufen, damit sich der Schirm mit Luft füllt.

Windenstart

Bei dieser Startmethode ist auch das Abheben in flachen Gegenden möglich. Der Ablauf ist ähnlich dem des Vorwärtsstarts, nur wird der Pilot mit einer motorisierten Seilwinde gezogen. Ist die maximale Flughöhe erreicht, wird die Seilwinde gelöst.

Küstenstart

Der Pilot macht sich den senkrecht auf eine Steilküste oder Düne treffenden Wind zunutze, indem er in das dadurch entstehende Aufwindband einsteigt.

Fliegen: Steuerung, Bremsen und Beschleunigen

Ein geübter Gleitschirmpilot muss verschiedene Flugmanöver ausführen können. Dazu zählen die Grundmanöver:

  • bestes Gleiten
  • Minimalgeschwindigkeit
  • geringstes Sinken
  • beschleunigter Flug

Es ist beim Paragliding prinzipiell möglich, akrobatische Manöver zu fliegen. Dies ist in deutschen Fluggebieten jedoch verboten. Um Flugmanöver korrekt auszuführen, müssen die Steuerung, das Bremsen und das Beschleunigen eines Gleitschirms beherrscht werden.

Steuern

Gesteuert wird beim Paragliding mit den Händen an der rechten und linken Steuerleine, oft auch als Bremsleine bezeichnet. Zieht der Pilot an einer Seite, wird der Gleitschirm an dieser Seite abgebremst und schlägt ebendiese Richtung ein. Langgezogene Kurven fliegen Sie allein durch Gewichtsverlagerung.

Bremsen

Zum Bremsen wird an beiden Seiten an den Bremsleinen gezogen. Dieser Vorgang kommt insbesondere bei der Landung zum Einsatz. Es ist wichtig, nicht zu stark abzubremsen, da ansonsten der Auf- und Vortrieb abrupt nachlässt. Dadurch kann sogar Absturzgefahr bestehen.

Beschleunigen

Beschleunigt wird beim Paragliding entweder mithilfe eines fußgesteuerten Seilzugsystems, dem sogenannten Beschleuniger oder mittels eines handgesteuerten Seilzugsystems, dem Trimmer. Mit diesen Systemen übt der Pilot Einfluss auf den Anstellwinkel des Gleitschirms aus.

Die Kappennase neigt sich nach unten und durch den geringeren Luftwiderstand entsteht eine schnelle Vorwärtsbewegung, die aber auch zu einem starken Sinken des Schirms führt. Dabei muss bedacht werden, dass Gleitschirme, sofern nicht durch einen Motor verstärkt, nur eine Abwärtsbewegung fliegen können.

Eine Beschleunigung ist dann sinnvoll, wenn ein Gebiet mit starken Fallwinden zu überqueren ist oder bei starkem Gegenwind, um einem Abtreiben entgegenzuwirken.

Festen Boden unter den Füßen gewinnen: Die Landung

Oft stehen in deklarierten Fluggebieten spezielle Landeplätze für das Paragliding mit Windrichtungsanzeiger zur Verfügung. Ansonsten muss der Pilot bei der Auswahl eines Landeplatzes folgende Kriterien beurteilen:

  • Sicherheit: Sind keine Hochspannungsleitungen, Zäune oder andere Gefahrenquellen in der Nähe?
  • Aerodynamik: Herrscht auf dieser freien Fläche ein gleichmäßiger, nicht zu starker Wind?
  • Infrastruktur: Ist eine Straße oder Siedlung in der Nähe? Schließlich muss die Ausrüstung abtransportiert werden.
  • Bodenbeschaffenheit: Befinden sich auf der freien Fläche keine Sträucher, Bäume oder Ähnliches? Am besten eignen sich frisch gemähte Wiesen.

Hat der Pilot einen bestimmten Landepunkt ausgewählt, muss er seinen Landevorgang passend zu den Windverhältnissen planen. Zum Höhenabbau werden zunächst sogenannte Positionskreise geflogen, der Landeanflug ist meistens U-förmig.

Dabei fliegt der Pilot im Gegenflug parallel zum geplanten Endanflug an dem gewählten Punkt vorbei. Im Anschluss wendet er und tritt, den Landepunkt anvisierend, den Endanflug an. Der Anflug des eigentlichen Aufsetzpunktes muss gegen den Wind erfolgen. Der Pilot setzt schlussendlich mit einer Laufbewegung oder stehend auf den Boden auf.

Sicherheit beim Paragliding

  • Gleitschirm und Ausrüstung sollten das DHV-Gütesiegel tragen. Dieses garantiert Tests auf die Reißfestigkeit und das Flugverhalten des Sportgeräts.
  • Einen Helm zu tragen und einen Rettungsfallschirm mitzuführen ist in Deutschland Pflicht. Zudem ist das Mitführen einer Rettungsschnur vorgeschrieben, die im Fall einer Baumlandung die Bergung erleichtert. Sie wird vom Baum hinabgelassen und an einem Ast befestigt, damit der Pilot sich abseilen kann. Auch das Tragen eines Erste-Hilfe-Kästchens ist zu empfehlen.
  • Um eine Kollision zu vermeiden, gelten bei Flügen mit mehreren Schirmen und Piloten festgelegte Vortritts- und Ausweichregeln, die den Straßenverkehrsregeln gleichen.
  • Bei schlechten Wetterbedingungen ist vom Start abzusehen.
  • Da die meisten deutschen Versicherungen Flugunfälle dieser Art nicht mitversichern, ist es ratsam, eine zusätzliche Unfall- oder sogar Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Hier berät der DHV.

Gefahren für Andere: Paragliding und Naturschutz

Beim Paragliding erlebt man die Natur hautnah. Auch ist es ein umweltfreundlicher Sport in dem Sinne, dass keine schädlichen Abgase abgesondert werden. Aber Jäger und Landschaftsschutzbehörden bemängeln, dass der natürliche Lebensraum mancher Tiere und Pflanzen gestört würde.

So könnten manche Tiere sich näherende Gleitschirme für den Feind halten, was unnötige Stresssituationen verursacht. Und nähern sich Gleitschirme den Brutplätzen von Greifvögeln um mehr als 300 bis 500 Meter, verteidigen diese ihr Revier und können so den Flug behindern.

Generell gewöhnen sich die in vielbeflogenen Gebieten ansässigen Tiere an die Flieger. Doch bei häufig aufgesuchten Landeplätzen leidet die Vegetation, da insbesondere trittempfindliche Pflanzen verdrängt werden.

Paragliding lernen: Ausbildung und Luftfahrerschein in Deutschland

Um das Gleitschirmfliegen zu erlernen oder auszutesten, gibt es verschiedene Wege. Voraussetzung für alle ist, wie bereits angedeutet, ein Mindestalter von 14 Jahren. Anfänger sollten zunächst mit einem Paragliding Schnupperkurs herausfinden, ob Ihnen der Sport Spaß macht.

Als Alternative bietet sich ein Tandemflug an, bei dem ein erfahrener Pilot den Gleitschirm steuert und sie das Gefühl des Fliegens genießen können. Anschließend lernen Sie die wichtigsten Grundlagen in einem Grundkurs, bevor Sie ihre Kenntnisse in weiteren Kursen vertiefen können.

Hier eine Übersicht über die verschiedenen Paragliding Kurse und ihre Leistungen:

Der Paragliding Schnupperkurs

  • Dauer: Ein bis zwei Tage
  • Ziel: Bekanntmachung mit dem Fluggerät
  • Erste theoretische Grundlagen
  • Start-, Steuer- und Landeübungen
  • Erste kleine Flüge mit geringem Bodenabstand
  • Kosten: 50 bis 100 Euro

Der Grundkurs

  • Dauer: Drei bis sechs Tage
  • Schnupperkurs kann oft angerechnet werden
  • Vertieft theoretische Kenntnisse und die Übungen aus dem Schnupperkurs an Übungshang
  • Kosten: ab 300 Euro

Der Tandemflug

  • Passagierflug als Alternative oder Ergänzung zum Schnupperkurs
  • Pilot und Passagier sitzen in eigenem Gurtzeug voreinander und sind mit einer Tandemspreize mit dem Schirm verbunden
  • Passagier darf nicht selbstständig steuern
  • Kosten: 60 bis 120 Euro

Der Höhenflugkurs

  • Dauer: Zeitraum von mehreren Wochen (deswegen Flugschule in der Nähe suchen!)
  • Mindestens 40 Alleinflüge
  • Unterstützung durch Fluglehrer am Start- und Landeplatz sowie per Funkkontakt beim Flug
  • Verschiedene Start- und Landeübungen sowie Flugmanöver werden durchgeführt
  • Theoretische Grundlagen werden in 25 Unterrichtsstunden à  45 Minuten vermittelt
  • Wer nicht in einer bergigen Gegend wohnt, kann die Ausbildung auch im Flachland absolvieren. Dort wird der Windenstart gelehrt.
  • Abschluss der Prüfung für den Luftfahrerschein, bestehend aus einem theoretischen Teil (Multiple Choice-Test in den Kategorien Flugtechnik, Wetterkunde, Technik und Flugrecht) und einer praktischen Prüfung (beurteilt wird der Start, die Landung und das Fliegen einer Acht). Bei der Prüfungsabnahme müssen die Teilnehmer mindestens 16 Jahre alt sein.
  • Kosten: 750 bis 1000 €

Die Streckenflugausbildung

  • Erfolgt gesondert nach der Höhenflugausbildung
  • Verlangt werden 20 zusätzliche Flüge mit einem Höhenunterschied von mindestens 500 Metern und einer Flugzeit von mindestens 30 Minuten
  • Ein Überlandflug mit einer Strecke von zehn Kilometern Distanz ist zu absolvieren
  • Vertiefung der theoretischen Ausbildung
  • Wird nicht von jeder Flugschule angeboten, Preise sind bei der jeweiligen Schule einzuholen

Preis einer Paragliding Ausrüstung

Für Grund- und Schnupperkurse sowie für Tandemflüge wird die Ausrüstung vom Anbieter gestellt. Wer das Gleitschirmfliegen dauerhaft als Sport ausüben möchte und die vollständige Ausbildung absolvieren will, muss eine Ausrüstung kaufen oder bei der Flugschule für die Dauer der Ausbildung leihen.

Viele Flugschulen verkaufen komplette Paragliding Starter-Sets bestehend aus Helm, Gleitschirm, Gurtzeug und Rettungsschirm ab circa 2700 Euro. Eine gebrauchte Ausrüstung ist schon unter 2000 Euro erhältlich. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf in der Flugschule zunächst einige Schirmmodelle auszutesten und sich die fachkundige Beratung des Fluglehrers einzuholen.

Wo kann geflogen oder eine Ausbildung absolviert werden?

Geeignete Fluggebiete kann der Pilot sich nicht selber aussuchen. In Deutschland müssen alle Start- und Landeplätze durch den DHV als solche zugelassen werden. Unterhalten werden diese Plätze von örtlich ansässigen Flugsportvereinen und Flugschulen. Wer also nach einem Flugplatz sucht, hält am besten nach Paragliding Vereinen Ausschau.

Prinzipiell ist Paragliding sowie das Erlernen vom Gleitschirmspringen überall in Deutschland möglich. Selbstverständlich mehren sich die Anbieter, je bergiger die Region ist. In Deutschland dürfen nur vom DHV zertifizierte Flugschulen ausbilden. Einige Paragliding Vereine und Schulen qualifizieren sich zum Performance Center. Diese Schulen beschäftigen Fluglehrer mit Zusatzqualifikationen und bieten Aus- und Weiterbildungskurse nach strengen Qualitätsstandards an.

Die meisten Anbieter bieten neben der regulären Höhenflugausbildung auch einen Paragliding Schnupperkurs und eine Grundausbildung an. Für einen Paragliding Schnupperkurs können bei vielen Anbietern auch Geschenkgutscheine erworben werden.

Insgesamt listet der Deutsche Hängegleiterverband über 100 Flugschulen, davon sind knapp 30 zertifizierte Performance Center.

Verbände und Vereine für Paragliding

Neben dem Deutschen Aero Club e. V. (DAEC), der ein allgemein ausgerichteter Luftsportverband ist, gibt es speziell für das Paragliding den Deutschen Gleitschirm Verband (DGV) und den bereits erwähnten Deutschen Hängegleiterverband (DHV).

Der DHV hat außerdem eine Unterabteilung für junge Gleitschirmflieger, die DHV Jugend. Die Verbände setzen sich nicht nur für die Qualitätssicherung an deutschen Flugschulen ein oder informieren über das Paragliding, sie organisieren auch Treffen und Veranstaltungen. In diesem Sinne stellen sie ein großes Dach dar, unter dem sich einzelne kleinere Vereine sammeln.

Auf seiner Website führt der Deutsche Hängegleiterverband eine Vereinsdatenbank. In dieser kann nach Regionen sortiert auf einer Deutschlandkarte nach Vereinen gesucht werden. Auch werden Vereine der Schweiz und Österreichs aufgeführt.

Wettkämpfe und Rekorde im Gleitschirmfliegen

Wie bei allen Sportarten, werden auch im Paragliding Wettkämpfe ausgetragen. Diese werden in verschiedenen Disziplinen ausgeübt und unter Aufsicht der Fédération Aéronautique Internationale (FIA), dem internationalen Luftsportverband, durchgeführt.

Wettkampfdisziplinen im Gleitschirmfliegen:

  • Streckenfliegen: Neben clubinternen und regionalen Wettkämpfen, gibt es nationale und internationale Meisterschaften, wie beispielsweise der Paragliding Grand Prix (PGGP).
  • Gleitschirmakrobatik: Seit 2006 mit offizieller Weltmeisterschaft, gilt es in dieser Disziplin, verschiedene Flugfiguren im Kunstflug auszuüben.
  • Biwakfliegen: Hier fliegen die Sportler sehr lange Strecken per Gleitschirm. Dafür müssen beim Flug Utensilien zum Übernachten mitgeführt werden. Wird als Wettkampf im Rahmen der Red Bull X-Alps praktiziert.

Natürlich wurden im Laufe der Jahrzehnte einige Rekorde im Rahmen solcher Wettkämpfe oder in Einzelversuchen aufgestellt. So liegt der aktuelle Rekord im Streckenfliegen bei 502,9 Kilometer. Aufgestellt wurde er 2008 in Südafrika von dem südafrikanischen Paraglider Nevil Hullet.

Der derzeitige Höhenrekord wurde 1993 vom Robbie Whittall aufgestellt und liegt bei 4.526 Metern. Um diesen Rekord aufzustellen, machte der Brite sich die Prinzipien der Thermik zunutze. Einen etwas außergewöhnlichen Höhenrekord hält der Österreicher Mad Mike Küng. Dieser sprang im April 2004 mit seinem Gleitschirm von einem Ballon in 10.100 Metern Höhe ab.

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