Für einen erholsamen Schlaf im Flugzeug, in der Bahn oder im Fernbus ist ein Nackenkissen fast schon unverzichtbar. Die praktischen Kissen, deren Name sich von der charakteristischen Hörnchen-Form ableitet, unterstützen den Kopf beim Schlafen im Sitzen und beugen Muskelverspannungen vor.

Was macht ein gutes Nackenkissen fürs Reisen aus?

Kleines Packmaß

Der Koffer fürs Handgepäck ist schon fast voll, aber das Nackenkissen muss trotzdem mit: Achten Sie beim Kauf daher auf ein kleines Packmaß. Ein festes Kissen lässt sich je nach Füllung gut zusammendrücken, so dass es oft noch Platz im Handgepäck findet. Die meisten Fluglinien haben aber auch keine Einwände, wenn Sie Ihr Nackenkissen zusätzlich und separat mitführen. Einige Kissen bringen eine Transporttasche mit einer speziellen Schnalle mit, so dass eine Befestigung außen am Handgepäck möglich ist.

Deutlich platzsparender sind jedoch aufblasbare Varianten. Im nicht aufgeblasenen Zustand machen sie sich winzig klein (Beispiel: 10,0 mal 8,0 Zentimeter) und passen in jede Handtasche, bei vielen Modellen gehört zum Lieferumfang auch noch ein praktischer Aufbewahrungsbeutel dazu.

Geringes Gewicht

Beim Fluggepäck kommt es manchmal auf jedes Gramm an, darum sind Nackenkissen generell sehr leicht. Aufblasbare Kissen bringen zwischen 100 und 200 Gramm auf die Waage, feste Nackenhörnchen sind mit 300 bis 400 Gramm etwas schwerer. Einige orthopädische oder besonders flauschige Nackenhörnchen wiegen jedoch bis zu 500 Gramm und mehr.

Der Schlafkomfort

Ein gutes Nackenkissen stützt den Kopf beim Schlafen so ab, dass er nicht nach vorne knickt, sondern aufrecht gehalten wird. Dadurch wird die Nackenmuskulatur entlastet, so dass Verspannungen und Kopfschmerzen ausbleiben. Und während feste Nackenhörnchen besonders kuschelweich sind, lässt sich bei aufblasbaren Varianten die Härte über das Luftventil regulieren. Bei diesen Modellen können Sie also selbst wählen, wie weich Ihr Nackenhörnchen sein soll.

Das Material

Die meisten Nackenkissen haben eine Mikrofaser-, Plüsch- oder Fleece-Oberfläche. Mikrofaser ist extrem leicht und fühlt sich schön soft an, Fleece und Plüsch sind etwas flauschiger und wärmer. Hautfreundlich sind natürlich grundsätzlich alle Materialien. Noch relativ neu sind Nackenhörnchen aus klimaregulierendem Hightech-Gewebe. Diese sind im höheren Preissegment anzusiedeln und dürften vor allem für Langstreckenflüge interessant sein.

Der Preis

Ein einfaches aufblasbares Nackenkissen bekommen Sie schon für 6,00 bis 8,00 Euro, Ausführungen mit besonderen Eigenschaften wie beispielsweise einer ergonomischen Stützfunktion kosten dagegen bis zu 40,00 Euro. Überlegen Sie, wie oft Sie das Nackenhörnchen nutzen werden und ob Sie besondere Anforderungen haben. Wichtig ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

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Die Verarbeitung

Bei einem guten Nackenhörnchen ist die Oberfläche durchweg glatt, es gibt keine losen Fäden und keine überstehenden Stoffreste. Die Nähte müssen absolut sauber gearbeitet sein. Das Kissen sollte nicht übermäßig nach Chemie riechen, ein leichter Eigengeruch ist jedoch anfangs normal und verfliegt schnell. Achten Sie bei einem aufblasbaren Nackenhörnchen darauf, ob das Ventil einen robusten und strapazierfähigen Eindruck macht.

Die Waschbarkeit

Aus hygienischen Gründen sollte der Bezug des Nackenhörnchens abnehmbar und waschbar sein. Dies gilt auch für aufblasbare Modelle, die im leeren Zustand im Transportbeutel aufbewahrt werden. Feste Kissen, die keinen abnehmbaren Bezug besitzen, dürfen fast immer komplett in die Waschmaschine. Das macht aber nichts: Ein qualitativ hochwertiges Nackenhörnchen bleibt auch nach mehreren Waschgängen in Form.

Das Zubehör

Einige Nackenhörnchen werden im Set mit einer Augenmaske und Ohrenstopfen geliefert. In der dazugehörigen Tasche können alle Teile sicher verstaut werden. Andere Modelle sind mit einem größenverstellbaren Klettverschluss ausgestattet: Damit können Sie das Nackenhörnchen perfekt an Ihre Körperkonturen beziehungsweise Größe anpassen. Für Allergiker bieten sich Kissen aus hypoallergenen Materialien an.

Eine echte Weltneuheit sind Nackenhörnchen mit Kapuze, die störendes Licht abhalten und somit einen besseren Schlaf ermöglichen. Die Kapuze ist direkt am Kissen angenäht und besteht üblicherweise aus anschmiegsamem Sweatshirt-Stoff.

Welche Vorteile bietet ein aufblasbares Nackenkissen?

Aufblasbare Nackenhörnchen lassen sich sehr klein zusammenfalten und sind somit die platzsparendste und leichteste Lösung. Es gibt Modelle, die Sie selbst aufpusten können, aber auch Varianten, die mit einer kleinen integrierten Pumpe ausgestattet sind. Dafür muss einfach nur ein Knopf so lange gedrückt werden, bis das Nackenhörnchen den gewünschten Härtegrad erreicht hat.

Durch ein Herunterdrücken des Ventils können Sie die Luft aber natürlich auch genauso schnell wieder herauslassen. Die integrierte Pumpe bietet jedoch noch einen weiteren Vorteil: Sie sorgt nämlich dafür, dass sich das Kissen beim Tragen immer wieder optimal an den Nacken anpasst.

Kann ein Nackenkissen Nackenschmerzen verhindern?

Jeder, der schon einmal im Flugzeug oder Zug versucht hat, zu schlafen, kennt das Problem: Kaum eingeschlafen, kippt der Kopf zur Seite oder nach vorne und Sie sind wieder wach. Wer es doch schafft, eine Weile zu schlafen, wacht irgendwann mit massiven Nackenschmerzen und einem „steifen Hals“ auf. Diese werden durch Muskelverspannungen verursacht. Oft sind quälende und lang anhaltende Kopfschmerzen die Folge.

Ein Nackenhörnchen verhindert das Abknicken des Kopfes und trägt somit nicht nur zu einem lang andauernden, erholsamen Schlaf bei, sondern auch zu einer gesunden Schlafposition. Es kann Nackenschmerzen also tatsächlich verhindern.

Aus was besteht die Füllung von Nackenkissen?

Faserbällchen

Aufblasbare Nackenhörnchen werden einzig und allein durch Luft befüllt. Bei festen Kissen kann die Füllung unterschiedlich aussehen. Sehr verbreitet sind beispielsweise Faserbällchen: Sie bieten den großen Vorteil, dass sie nicht verklumpen.

Das Nackenhörnchen bleibt also nach dem Waschen in Form und kann nach dem Tragen immer wieder aufgeschüttelt werden. Faserbällchen aus Kunstfaser sorgen für eine bauschige und weiche Füllung, entsprechende Nackenhörnchen sind in der Regel atmungsaktiv und gut stützend.

Mikroperlen

Eine andere Füllungsart verwendet Mikroperlen. Sie werden auch häufig für Stillkissen eingesetzt und haben eine Größe von nur 0,5 bis 1,5 Millimetern. Mikroperlen passen sich der Körperform besonders gut an und werden auch als EPS-Perlen (oder Schaumstoff-Perlen beziehungsweise Polystyrol) bezeichnet.

Sie sind ausgesprochen langlebig, geräuscharm, geruchsneutral und waschmaschinengeeignet. Außerdem zeichnen sie sich durch ein geringes Eigengewicht und eine gute Luftzirkulation aus. Negative Aspekte wurden bei Mikroperlen bislang nicht beobachtet.

Memory-Schaum

Ebenfalls verbreitet sind Nackenhörnchen aus Memory-Schaum, der im Fachjargon Formgedächtnispolymer heißt. Hier ist der Name Programm, denn entsprechende Kissen finden auch nach längerem Tragen (und Knautschen) immer wieder in ihre ursprüngliche korrekte Form zurück. Dies sorgt nicht nur für einen gleichbleibend hohen Schlafkomfort bei jedem erneuten Tragen, sondern auch für eine lange Lebensdauer.

Mit Zauberer hat Memory-Schaum übrigens nichts zu tun: Er reagiert einfach auf Druck und Wärme. Fehlen diese thermoelastischen Eigenschaften, „erinnert“ er sich wieder an seine Ausgangsform.

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Welche Hersteller bieten Nackenkissen an?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt eine ganze Reihe an Unternehmen, die Nackenhörnchen produzieren. Zu den renommiertesten Herstellern zählen Sandini, Cocoon, Izuku, Cozy Bee und Van Beeken. Weitere Anbieter sind Neepy, Daydream, Bonmedico und Travelstar.

Fazit: Sollte ich mir ein Nackenkissen zulegen?

Selbst für kürzere Reisen sind Nackenhörnchen empfehlenswert, denn sie sorgen auch dann für Komfort, wenn Sie nicht unbedingt schlafen, sondern nur entspannt sitzen wollen. Sie beugen Verspannungen vor, vermitteln durch ihren weichen Stoff Wohlbehagen und schützen den Nacken vor Zugluft. In Anbetracht der erschwinglichen Preise lohnt sich die Anschaffung eines Nackenhörnchens also auf jeden Fall.

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