Mückenstiche jucken und sind unangenehm. Im schlimmsten Fall können die kleinen Blutsauger aber auch Krankheiten übertragen oder Infektionen verursachen. Ein guter Mückenschutz ist daher unumgänglich.

Mückenspray: Der beste Mückenschutz für den Alltag

Wie funktioniert Mückenspray?

Mückensprays funktionieren zweifach. Zum einen neutralisieren sie den Eigengeruch des Menschen, der auf die Plagegeister normalerweise eine unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt, zum anderen enthalten sie selbst Düfte, die für Mücken unangenehm sind.

Dass trotzdem nicht jedes Mückenspray einen ausreichenden Schutz bietet, liegt an der Zusammensetzung und der Konzentration der Wirkstoffe. So empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation beispielsweise für Reisen in die Tropen einen anderen Wirkstoff als für den Aufenthalt in europäischen Gefilden.

Wählen Sie Ihr Mückenspray also immer nach dem geplanten Reiseziel aus und achten Sie darauf, dass es hautfreundlich ist und keine Flecken auf der Kleidung hinterlässt. Viele Mückensprays verfügen außerdem über einen UV-Filter.

Welche Hersteller bieten die besten Mückenschutzsprays an?

Eine der bekanntesten Marken ist Autan. Die Repellents der SC Johnson GmbH (Erkrath) sind schon seit Jahrzehnten auf dem deutschen Markt vertreten. Nicht weniger verbreitet ist Anti Brumm (Hermes Arzneimittel GmbH), die Marke ist sogar der offizielle Mückenschutz-Ausrüster der Deutschen Olympiamannschaft. Weitere führende Marken und Hersteller sind Care Plus, Nobite, Parazeet und Ballistol.

Was kostet ein gutes Mückenschutzspray?

Mückensprays werden meist in Darreichungsformen von 75 bis 200 Millilitern angeboten. Ein gutes Mittel kostet je nach Marke, Schutzdauer und Inhaltsstoffe zwischen 5,00 und 15,00 Euro je 100 Milliliter.

Woraus besteht Mückenschutzspray?

Mückensprays enthalten entweder DEET (Diethyltoluamid), Citriodiol oder Icaridin.

DEET

DEET besteht aus Methylbezoesäuren und ist ein synthetischer Stoff. Er wird schon seit 1946 in Mückensprays eingesetzt, gilt als sehr effektiv und schützt bei einer Konzentration von 30 Prozent etwas vier Stunden, bei einem Anteil von 40 Prozent sieben Stunden und bei einem Gehalt von 50 Prozent zehn Stunden. Allerdings ist Diethyltoluamid nicht wasserfest und nur bedingt schweißresistent, so dass ein wiederholtes Aufsprühen sinnvoll ist. Der Stoff kann jedoch bei sehr langer Anwendung und bei hohen Dosierungen die Schleimhäute reizen.

Citriodiol

Citriodiol ist dagegen ein völlig natürlicher Wirkstoff aus dem Extrakt des Zitroneneukalyptus. Er gilt als absolut unbedenklich und eignet sich auch für Schwangere, stillende Mütter, Kleinkinder und Babys. Die Wirkung ist jedoch nicht ganz so stark wie bei DEET.

Icaridin

Bei Icaridin handelt es sich zwar um einen chemischen Stoff, er ist jedoch sehr gut verträglich und hat einen angenehmen Geruch.

Sind Mückenschutzsprays für alle Reiseländer geeignet?

Tropische Länder

Nein, hier kommt es auf die Inhaltsstoffe an. Mückensprays mit DEET werden vor allem für Reisen in die Tropen und für den Aufenthalt in Gebieten mit einem Malaria-Risiko empfohlen. Sie sind in der Lage, Insekten wie die südliche Hausmücke sowie Gelbfieber- und Malariamücken abzuwehren.

Europäischer Raum

Citriodiol eignet sich am besten für den europäischen Raum, aber nicht für die Anwendung in den Tropen oder in Risikogebieten. Der Stoff wehrt heimische Mücken, Fliegen und Zecken ab. Ebenfalls für den europäischen Raum bieten sich Mückensprays mit Icaridin an.

Wie lange wirkt Mückenschutzspray?

Je nach Konzentration der Inhaltsstoffe wirken Mückensprays zwischen vier und zehn Stunden. Viele Produkte sind aber nicht wasserfest, so dass die Anwendung beispielsweise nach dem Schwimmen im Meer wiederholt werden sollte.

Lange, helle Kleidung: Schutz vor Mücken während des Tages

Zwar gibt es bereits spezielle mückensichere (stichfeste) Kleidung für Expeditionen in besondere Risikogebiete, für einen normalen Urlaub oder Aufenthalt im Freien reicht Ihre Alltagsgarderobe jedoch aus. Sie sollte allerdings lang und so hell wie möglich sein, denn Insekten werden von der Farbe Schwarz magisch angezogen.

Am besten greifen Sie zu hellen dickeren und weiten Stoffen, damit die Mücken nicht durch die Kleidung stechen. Shirt und Hose sollten nicht eng an der Haut anliegen, sondern lieber etwas lässiger geschnitten sein. Es gibt auch Textil-Mückensprays, die direkt auf die Kleidung gesprüht werden. Verzichten Sie unbedingt auf parfümierte Cremes und Lotionen sowie auf blumige süße Parfums.

Moskitonetz: Mückenschutz in der Nacht

Ein gutes Moskitonetz hält während der Nacht Insekten fern und sorgt für einen ruhigen Schlaf. „Gut“ bedeutet in diesem Fall, dass es sich bei dem Material entweder um Nylon oder um Polyester handelt. Beide Materialien sind leicht, reißfest, platzsparend und lassen viel Luft durch.

Moskitonetze aus Baumwolle sind weniger empfehlenswert, da sie schnell verfilzen, weniger Luft durchlassen und Umgebungsgerüche annehmen. Grundsätzlich muss das Netz immer an die Größe des Bettes angepasst werden, damit es an allen Seiten dicht abschließt. Die Enden müssen entweder komplett auf dem Boden aufliegen oder unter die Matratze geklemmt werden.

Laut Weltgesundheitsorganisation sollte die Maschenweite-Diagonale zwei Millimeter betragen. Als Maßeinheit für die Maschengröße wird „mesh“ verwendet: Dieser Wert definiert die Anzahl der Maschen pro Quadratzoll.

Wird in der Produktbeschreibung eine Maschenweite von mindestens 156 mesh angegeben, bietet das Netz auch gegen Malaria, Gelbfieber und Dengue-Mücken einen optimalen Schutz. Es gibt mittlerweile auch beschichtete Moskitonetze, die mit einem Repellent imprägniert sind. Sie sind laut WHO aber nur in Risikogebieten erforderlich.

Kokosöl: Alternativer Mückenschutz

Kokosöl liegt derzeit voll im Trend und hilft auch gegen Mücken, denn die im Öl enthaltene Laurinsäure schreckt die Plagegeister ab. Wichtig ist jedoch, dass der Laurinsäure-Gehalt möglichst hoch ist. Reiben Sie die Haut gleichmäßig mit Kokosöl ein und achten Sie darauf, dass keine Lücken bleiben. Besonders empfehlenswert ist übrigens kaltgepresstes Bio-Kokosöl, denn es ist zum einen frei von Pestiziden und zum anderen reich an Laurinsäure (mehr als 50 Prozent). Es ist auch für Babys unter einem Jahr gut geeignet.

Gibt es weitere natürliche Mückenschutzmittel?

Ätherische Öle helfen gegen Mücken

Auch ätherische Öle schützen vor Mücken, allen voran die Öle von Lavendel, Zeder, Zimt, Rosmarin Eukalyptus, Zitronenmelisse und Zitronengras. Die Wirkung ist jedoch meist etwas schwächer, so dass es sinnvoll sein kann, das jeweilige Öl mit biologischem Kokosöl im Verhältnis eins zu fünf zu mischen.

Zitrone und Gewürznelken als Mückenschutz

Falls Sie am Urlaubsort über einen Markt bummeln, kaufen Sie eine Zitrone und einige Gewürznelken. Die Zitrone in vier Teile schneiden, in jedes Stück eine Nelke stecken und im Hotelzimmer (Zelt, Wohnmobil, Appartment) verteilen.

Mückenschutzarmbänder

Es gibt auch Mückenschutzarmbänder, die natürliche Aromaduftöle enthalten. Sie können wahlweise am Hand- und/oder am Fußgelenk getragen werden und schützen je nach Hersteller 200 bis 250 Stunden vor Mücken.

Neemöl als Mückenschutz

Noch relativ unbekannt ist Neemöl. Das Malaria Research Centre in Ranipur (Indien) konnte aber bereits belegen, dass Kokosöl mit einem zweiprozentigen Anteil Neemöl bis zu 100 Prozent vor der malaria-übertragenden Anopheles-Mücke schützen kann. Außerdem schützt die Mischung zu etwa 85 Prozent vor Mücken, die Gelbfieber übertragen, und zu 94 Prozent vor europäischen Stechmücken-Arten.

Was hilft gegen Juckreiz, wenn man gestochen wird?

Ist es doch passiert, hilft ein kühler Umschlag oder ein medizinisches Gel gegen den Juckreiz. Alternativ sind auch Salben und Produkte in Stiftform erhältlich. Eine gute Wirkung erzielen elektronische Stichheiler, die nicht nur den Juckreiz bekämpfen, sondern auch das Brennen, mögliche Schmerzen und Schwellungen.

Die Geräte arbeiten mit konzentrierter Wärme (etwa 50 Grad Celsius) und kommen vollkommen ohne Chemie aus.
Möchten Sie lieber auf Omas Hausmittel zurückgreifen, legen Sie eine halbe Zwiebel auf den Stich. Umschläge mit zerdrücktem Meerrettich oder zerriebene Blätter vom Spitzwegerich können ebenfalls helfen.

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