Kreditkartenangebote gibt es viele. Doch vor allem für Nutzer, die öfter auf Reisen sind, ist nicht jedes Angebot wirklich empfehlenswert. Worauf Sie bei der Beantragung einer Reisekreditkarte achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Die besten kostenlosen Kreditkartenanbieter für Ausland und Reisen

Barclaycard VISA Kreditkarte

Barclaycard-Kreditkarte
Allgemeine Details
Kartenanbieter Barclaycard
Jahresgebühr im 1.Jahr 0,00€
Jahresgebühr im 2. Jahr 0,00€
Kartensystem Visa
Kartentyp Credit
Notwendigkeit Girokontoabschluss nein
Kostenlose Bezahlung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit ✔︎ Gebührenfrei
Kostenlose Bargeldabhebung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit ✔︎ Gebührenfrei

Santander 1plus Visa Card Kreditkarte

Santander-Kreditkarte
Allgemeine Details
Kartenanbieter Santander Consumer Bank
Jahresgebühr im 1.Jahr 0,00€
Jahresgebühr im 2. Jahr 0,00€
Kartensystem Visa
Kartentyp Credit
Notwendigkeit Girokontoabschluss nein
Kostenlose Bezahlung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit ✔︎ Gebührenfrei
Kostenlose Bargeldabhebung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit ✔︎ Gebührenfrei

DKB Cash Kreditkarte

DKB-Kreditkarte
Allgemeine Details
Kartenanbieter Deutsche Kredit Bank
Jahresgebühr im 1.Jahr 0,00€
Jahresgebühr im 2. Jahr 0,00€
Kartensystem Visa
Kartentyp Charge
Notwendigkeit Girokontoabschluss ja
Kostenlose Bezahlung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei in Rumänien und Schweden
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit 1. Jahr gebührenfrei. Im 2. Jahr nur kostenlos bei monatl. Geldeingang von mind. 700 €. Ansonsten 1,75% vom Kartenumsatz.
Kostenlose Bargeldabhebung
Inland ✔︎ Gebührenfrei
Euro-Zone ✔︎ Gebührenfrei
Fremdwährung innerhalb EU ✔︎ Gebührenfrei in Rumänien und Schweden
Fremdwährung außerhalb EU/Weltweit 1. Jahr gebührenfrei. Im 2. Jahr nur kostenlos bei monatl. Geldeingang von mind. 700 €. Ansonsten 1,75% vom Kartenumsatz.

VISA, Mastercard oder American Express – Welche Anbieter von Kreditkarten ist fürs Reisen besser geeignet?

Auch bzw. vor allem wenn Sie auf Reisen gehen, ist die Kreditkarte ein durchaus praktischer Begleiter. Denn diese vereinfacht Ihnen den bargeldlosen Zahlungsverkehr und bietet darüber hinaus diverse (teils kartenabhängige) Produktvorteile. Derzeit dominieren drei große Kartengesellschaften den Kreditkartenmarkt:

  • VISA
  • Mastercard
  • American Express

Unabhängig von der Wahl der Kreditkartengesellschaft können sich die einzelnen Kartenangebote deutlich unterscheiden – nicht nur preislich. Ein entscheidender Unterschied zwischen VISA, Mastercard und American Express liegt allerdings in der Zahl der Akzeptanzstellen. Also der Anzahl der Unternehmen bzw. Händler, die den jeweiligen Kreditkartentyp akzeptieren. Je nach Region bzw. Reiseziel können diese sehr unterschiedlich sein.

VISA und Mastercard verfügen jeweils über die meisten Akzeptanzstellen (jeweils rund 36 Millionen). Im asiatischen Raum etwa wird VISA jedoch deutlich häufiger akzeptiert als Mastercard. American Express verfügt global über die wenigsten Akzeptanzstellen. Erkundigen Sie sich am besten noch vor Antritt Ihrer Reise, welche Kreditkarte sich an Ihrem Reiseziel der größten Beliebtheit erfreut. Kreditkartenanbieter oder Reisebüro können Ihnen diesbezüglich nähere Informationen geben.

VISA

Die Kartengesellschaft VISA ist das weltweit umsatzstärkste Unternehmen. Dabei stellt VISA lediglich die Zahlungsinfrastruktur zur Verfügung und regelt Bezahlvorgänge. Die Karten selbst werden von Banken ausgegeben, welche zugleich die Kartenkonten führen. Das Bonitätsrisiko in Bezug auf den Nutzer der Karte verbleibt dadurch bei der jeweiligen Bank. Gleiches gilt für das Risiko möglicher Schäden aufgrund von Kartenmissbrauch (Betrug, Kartendiebstahl).

Mastercard

Ähnlich wie VISA stellt auch Mastercard lediglich die Infrastruktur zur Verfügung und organisiert die Zahlungsabwicklung der Karteninhaber. Karten werden über verschiedene Partnerbanken ausgegeben, welche auch die Kartenkonten verwalten. Hinsichtlich von Bonitäts- und Kartenmissbrauchsrisiko gilt Gleiches wie für VISA.

American Express

American Express hingegen handelt eigenständig. Das Unternehmen kümmert sich nicht nur um die Zahlungsabwicklung, sondern stellt seine Karten auch selbst aus. Damit handelt American Express völlig selbstständig und benötigt keine Partnerbanken. Ein wesentlicher Unterschied zu den anderen beiden großen Kartengesellschaften. Daraus folgt, dass American Express die üblichen Bonitäts- und Kartenmissbrauchsrisiken selbst trägt.

Credit, Charge, Debit oder Prepaid – Welche Kreditkartentyp ist fürs Reisen besser geeignet?

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©shutterstock – Juksy

Kreditkarten gibt es in sehr unterschiedlicher Form – nicht nur hinsichtlich Preis oder möglicher Zusatzleistungen. Auch die Art Ihrer Kreditkarte ist wichtig dafür, wie praktisch diese auf Reisen für Sie ist. Grundsätzlich können Sie jeden der im Folgenden beschriebenen Kartentypen auch in Ausland einsetzen. Dennoch zeigt sich in der Praxis immer wieder, dass es durchaus Unterschiede gibt.

So zeigt sich vor allem, dass Nutzer von Prepaid-Kreditkarten im Ausland unter Umständen Probleme haben, ihre Karte erfolgreich einzusetzen. Klassische Beispiele in diesem Zusammenhang sind Hotels und Autovermietungen. Geht es um die Hinterlegung einer Kaution, werden Prepaid-Kreditkarten recht häufig nicht akzeptiert. Der Grund dafür liegt darin, dass diese Karten über kein klassisches Kreditlimit verfügen.

Die übrigen kreditkartentypen funktionieren meist auch im Ausland einwandfrei und sind daher auch auf Reisen ein recht zuverlässiger Begleiter. Dennoch können vor allem die im Ausland anfallenden Kartenkosten sehr unterschiedlich sein. Deren Höhe ist anbieterabhängig. Prüfen Sie am besten vorab, welche Kosten für Sie auf Reisen beim Karteneinsatz anfallen.

Credit

Einzig in Form der sogenannten Credit-Karte bringt Ihre Kreditkarte einen „echten“ Kredit für Sie mit sich. Denn die Beträge durchgeführter Bezahlvorgänge müssen Sie nicht in einem Stück zurückzahlen. Stattdessen haben Sie die Möglichkeit, die ausgegebene Gesamtsumme in Teilbeträgen zurückzuführen. Dazu ist meist keine feste Kreditrate, sondern ein bestimmter Prozentsatz festgelegt, den Ihr Kartenanbieter monatlich vom angegebenen Verrechnungskonto zur Tilgung einzieht. Für diese Form des Kredites wird Ihnen ein vereinbarter Sollzins in Rechnung gestellt.

Charge

In der Praxis sind es meist die Charge-Kreditkarten, die ohne Berechnung einer Jahresgebühr angeboten werden – zum Beispiel im Zusammenhang mit einem Gehaltkonto. Dabei handelt es sich ebenfalls um Kreditkarten, deren Ausgaben Sie als Karteninhaber erst „verspätet“ ausgleichen müssen bzw. können. Im Gegensatz zur Credit-Karte erfolgt der Ausgleich des Kartenkontos allerdings nicht in kleinen Teilbeträgen, sondern einmalig im Ganzen. In der Praxis ziehen Kartenanbieter den in Anspruch genommenen Kartensaldo häufig monatlich – also meist im Folgemonat – von Ihrem Verrechnungskonto ein. Zinskosten fallen dabei nicht an.

Debit

Nutzen Sie Ihre Kreditkarte als Debit-Karte, unterscheidet sich diese hinsichtlich der Girokontobelastung nicht wesentlich von Ihrer herkömmlichen Bank- oder Sparkassenkarte. Denn getätigte Ausgaben werden sofort über Ihr Girokonto ausgeglichen – aus Buchungsgründen mit einer Verzögerung von maximal zwei Tagen.

Prepaid

Wie die Kartenbezeichnung bereits vermuten lässt, besitzen Prepaid-Kreditkarten keinerlei Kreditlimit. Vielmehr müssen Sie das Kartenkonto dieses Kreditkartentyps vor der Kartennutzung mit Guthaben füllen. Ist dort kein Guthaben hinterlegt, ist die Prepaid-Kreditkarte nicht einsetzbar. Die gewünschte Bezahlung wird abgewiesen. Aufgrund dieser Funktionsweise ist die Ausstellung einer Prepaid-Kreditkarte auch auf Namen Minderjähriger oder für Nutzer mit eher schlechter Bonität möglich.

Verbraucherschützer sehen die Prepaid-Kreditkarte häufig positiv, da Ausgaben und finanzielle Belastung leicht kalkulierbar bleiben. Zudem fallen natürlich keinerlei Zinskosten an.

Welche Kosten können mit der Kreditkarte auf Reisen anfallen?

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©shutterstock – Sara_K

Komplett kostenfrei sind Kreditkarten nie. Zumindest beim Einsatz Ihrer Kreditkarte fallen im Normalfall mehr oder weniger hohe Kosten an. Selbst dann, wenn Sie für Ihre Karte keine Grundgebühr zahlen müssen. Folgende Gebühren können Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Kreditkarte berechnet werden – vor allem auf Reisen:

Abhebungsgebühr vom Automatenbetreiber

Nicht selten werden Kreditkarten auf Reisen zur Beschaffung von Bargeld eingesetzt. Mit einer solchen Karte ist das Problemlos möglich, da viele Geldautomaten auf der ganzen Welt (auch) Kreditkarten akzeptieren. Allerdings ist die Bargeldbeschaffung oftmals nicht kostenfrei. Betreiber von Geldautomaten berechnen Ihnen mehr oder weniger hohe Gebühren, wenn Sie Geld mit Ihrer Kreditkarte verfügen. Die Höhe der Gebühren ist dabei abhängig vom gewünschten Auszahlungsbetrag oder pauschal festgelegt. Sie wird Ihnen vor der Auszahlung ausgewiesen.

Fremdabhebungsgebühr von der Bank

Gleiches gilt, wenn Sie am Bankautomaten einer Bank Bargeld mit Ihrer Kreditkarte verfügen. Gehört dieser nicht Ihrer Hausbank bzw. einer Verbundbank Ihrer Hausbank, dann werden Ihnen im Normalfall Gebühren in Rechnung gestellt. In diesem Zusammenhang gilt Ähnliches wie für die Abhebungsgebühr vom Automatenbetreiber. Die Höhe der Kosten ist frei festgelegt und wird Ihnen vor Bestätigung Ihrer Auszahlung ausgewiesen.

Beim Umrechnungskurs

Eine weitere Gebührenart kann bei Bezahlung außerhalb des Euroraums anfallen – Umrechnungsgebühren. Zahlen Sie mit Ihrer Kreditkarte in Landeswährung, wird der entsprechende Gegenwert in Euro ermittelt. Je nach Anbieter fallen dafür Kosten an. Diese sind entweder im zugrunde gelegten Umrechnungskurs enthalten oder werden als prozentuale Gebühr ermittelt. Die genaue Verfahrensweise hängt vom Anbieter Ihrer Kreditkarte ab. Umrechnungsgebühren können sowohl am Geldautomaten als im Rahmen einer Bezahlung im Handel anfallen.

Was macht eine gute Kreditkarte fürs Reisen aus?

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©shutterstock – Teerasak Ladnongkhun

Suchen Sie eine passende Kreditkarte zum Reisen, sind vor allem zwei Punkte äußerst wichtig. Zum einen sollten Sie Ihre Kreditkarte zuverlässig einsetzen können, weshalb Prepaid-Kreditkarten eher nicht geeignet sind. Auf die anderen Kreditkartentypen können Sie im Normalfall problemlos zurückgreifen. Zum anderen sind es die Kosten Ihrer Kreditkarte, die möglichst überschaubar bleiben sollten. Weitere Aspekte wie etwa eventuelle Zusatzleistungen oder Bonusprogramme runden ein gutes Kreditkartenangebot ab.

Kostenlos mit der Kreditkarte in der EU und weltweit zahlen

Möchten Sie Ihre Kreditkarte beispielsweise zur Bezahlung im Handel einsetzen, sind die dafür berechneten Gebühren wichtig für Sie. In diesem Zusammenhang ist die Höhe der Gebühr für den Auslandseinsatz entscheidend – häufig ein prozentualer Betrag.

Kostenlos mit der Kreditkarte in der EU und weltweit Geld abheben

Sollten Sie Ihre Karte zur Bargeldverfügung einsetzen, können Gebühren entstehen. Über deren Höhe entscheidet meist die Bank vor Ort bzw. der Automatenbetreiber.

Erstattung von Fremdgebühren

Entstehen Ihnen Fremdgebühren, werden diese unter Umständen erstattet – je nach Kreditkartenangebot. Im Zusammenhang mit Bargeldverfügungen etwa sind Fremdgebühren der Bank vor Ort bzw. des Automatenbetreibers weitverbreitet.

Keine Jahresgebühren & keine Kontoführungsgebühren

Eine gute Kreditkarte fürs Reisen verursachen Ihnen auch unterjährig keine laufenden Kosten. Dazu gehören vor allem jährliche Karten- oder Kontoführungsgebühren. Viele Anbieter verzichten bereits auf derartige Fixkosten, die unabhängig vom Karteneinsatz entstehen.

Kein neues Girokonto notwendig

Am komfortabelsten ist die Kreditkartenbeantragung, wenn Sie dafür kein separates Girokonto benötigen. Zumindest wenn Sie kein neues bzw. zusätzliches Girokonto benötigen, sollten Sie eigenständige (lohnende) Kreditkartenangebote vorziehen.

Kostenlose Partnerkarte

Je nach Einsatzzweck und individuellen Vorstellungen kann Ihnen eine Partnerkarte wichtig sein. Umso besser, wenn Ihnen diese kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Ist das nicht möglich, dann sollten Sie diese Kosten beim Angebotsvergleich berücksichtigen und nicht außer Acht lassen.

Zusatzleistungen

Diverse Zusatzleistungen wie zum Beispiel Auslands-Krankenversicherungen, Reise-Unfallversicherung, Reise-Rücktrittsversicherung, Reisegepäck-Versicherung oder auch Vollkaskoversicherung für den Mietwagen sind Bestandteil mancher Kreditkartenangebote. Sollten Sie über einen derartigen Schutz noch nicht verfügen, können diese Zusatzleistungen durchaus sinnvoll sein. Eine doppelte Absicherung ist jedoch grundsätzlich nicht erforderlich.

Bonusprogramme z.B. Bonusmeilen, Cashback, Rabattprogramme usw.

Einige Kreditkarten bringen Bonusprogramme mit sich. Dazu gehören beispielsweise Cashback- oder Rabattprogramme. Aber auch das Sammeln von Bonusmeilen ist möglich. Bonusprogramme können im Zweifel eine zusätzliche Entscheidungshilfe zwischen lohenden Kreditkartenangeboten sein. Ihre Hauptentscheidungsgründe sollten allerdings in Aspekten wie Preis, Leistung und Kartenakzeptanz liegen.

Wie beantrage ich eine Reisekreditkarte?

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©shutterstock – A. and I. Kruk

Die Beantragung Ihrer neuen Kreditkarte ist meist unkompliziert. Im Folgenden stellen wir Ihnen diese schrittweise dar:

Schritt 1: Kreditkartenanbieter aussuchen und beantragen

Suchen Sie sich aus der Vielzahl möglicher Angebote zunächst ein passendes Kreditkartenangebot heraus. Berücksichtigen Sie dabei Ihr voraussichtliches Nutzungsverhalten. Grundgebühren sollte Ihre Kreditkarte nicht mit sich bringen. Sollten Sie Ihre Kreditkarte jedoch ausschließlich im Euroraum einsetzen, ist etwa die Berechnung einer Fremdwährungsgebühr nebensächlich. Beantragen Sie Ihre Wunschkreditkarte – zum Beispiel online per Antragsformular.

Schritt 2: Eventuell Bonitätsprüfung

Sollten Sie auf keine Prepaid-Kreditkarte zurückgreifen, ist im Rahmen Ihrer Kartenbeantragung eine Bonitätsüberprüfung üblich. Dazu gehört beispielsweise die Überprüfung auf mögliche (negative) Einträge im Verzeichnis der Schufa. Die Bonitätsüberprüfung erfolgt automatisch

Schritt 3: Ident-Verfahren

Greifen Sie auf die Dienste eines Direktanbieters zurück, ist ein Ident-Verfahren erforderlich. Üblich sind Post-ident-Verfahren und Video-ident-Verfahren. Das Post-ident-Verfahren setzt die Identifizierung durch einen Mitarbeiter der Deutschen Post voraus. Nutzen Sie das moderne Video-ident-Verfahren, erfolgt die Identifizierung am Bildschirm Ihres Computers. Für beides benötigen Sie ein gültiges Legitimationspapier (Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung).

Schritt 4: Unterlagen erhalten

Meist bereits nach wenigen Tagen erhalten Sie alle nötigen Unterlagen – natürlich inklusive Ihrer neuen Kreditkarte. Zu den Formalitäten gehören beispielsweise Ihre Online-Zugangsdaten und auch die Kartenbedingungen in Schriftform.

Schritt 5: Online-Banking einrichten

In Verbindung mit modernen Kreditkarten werden Ihnen Unterlagen oftmals online zur Verfügung gestellt. Dazu gehören beispielsweise Kontoauszüge zum Kartenkonto und Ähnliches. Für den Zugang benötigen Sie Zugangsdaten, mit denen Sie Ihren Online-Zugang zur späteren Nutzung einrichten können.

Wie hoch ist der Kreditrahmen bei kostenlosen Kreditkarten?

Abgesehen von der Prepaid-Kreditkarte verfügen alle Typen von Kreditkarten über einen Kreditrahmen. Dieser entscheidet darüber, in welchem Umfang Sie Ihre Kreditkarte einsetzen können. Je höher Ihr Kreditrahmen ist, desto umfangreichere Ausgaben lassen sich mit der Karte tätigen. Ausgaben, welche die Höhe Ihres Kartenkreditrahmens übersteigen, sind nicht möglich.

Der für Ihre Karte eingerichtete Kreditrahmen entspricht also den höchstmöglichen Kartenumsätzen im Abrechnungszeitraum. Je nach Kartentyp ist dieser unterschiedlich. Während bei Zahlung mittels Debit-Karte sofort der Einzug vom Verrechnungskonto erfolgt, ist das bei Credit- und Charge-Karte anders. Bei diesen umfasst der Abrechnungszeitraum im Regelfall mindestens einen Monat, was das Kreditkartenlimit vor allem für diese Art Karten sehr wichtig macht. Denn alle im Abrechnungszeitraum getätigten Umsätze werden zusammengezählt und auf dieses Limit angerechnet.

Wie hoch der eingerichtete Kreditrahmen ist, hängt maßgeblich vom Ergebnis der vorausgegangenen Bonitätsüberprüfung ab. Je besser Ihre Bonität, desto höher der Kreditrahmen. Allerdings steigern viele Anbieter das hinterlegte Kartenlimit selbstständig, wenn Sie Ihre Kreditkarte vereinbarungsgemäß nutzen. Positive Erfahrungen mit Ihnen als Kreditkartennutzer sind in der Praxis also ebenso wichtig für die Höhe des Kreditkartenrahmens wie Ihre Bonität.

Sind Kreditkarten im Ausland sicher?

Unabhängig davon, ob Sie Ihre Kreditkarte In- oder Ausland einsetzen, gilt im Fall der Fälle eine maximale Haftungsgrenze. Sollte es zu Kartenmissbrauch kommen, haften Sie im Schadensfall nur bis zu einer festgelegten Grenze. Je nach Kartenanbieter liegt diese häufig bei 50 Euro bis 250 Euro je Schadensfall.

Voraussetzung für diesen Schutz ist, dass Sie Ihre Kreditkarte bei Verlust oder Diebstahl „unverzüglich“ sperren lassen („ohne schuldhaftes Verzögern“). Zudem sollten Sie Kartenverlust bzw. Kartendiebstahl nicht durch grob fahrlässiges Verhalten herbeigeführt haben. Aufgrund dieser Haftungsbeschränkung gelten Kreditkarten grundsätzlich als vergleichsweise sicher.

Was tun bei Kreditkartenverlust im Ausland?

Geht Ihre Kreditkarte im Ausland verloren, sollten Sie zunächst ruhig bleiben und besonnen handeln. Nehmen Sie die folgenden Schritte vor, um Schaden zu vermeiden und wieder schnellstmöglich zahlungsfähig zu sein:

Kreditkarte sperren lassen

Sperren Sie Ihre Karte so schnell wie möglich. Der einfachste Weg einer zeitnahen Kartensperre ist de zentrale Kartensperr-Notruf. Unter der kostenfreien Nummer 116 116 können Sie die Kreditkarten fast aller Anbieter sperren lassen. Rufen Sie aus dem Ausland an, ist die zusätzliche Nutzung der deutschen Landesvorwahl erforderlich (0049). In diesem Fall fallen für Sie gegebenenfalls Kosten an.

Eventuell Notfall-Karte zusenden lassen

Sollte Ihnen Ihre Kreditkarte auf Reisen abhandenkommen, müssen Sie während nicht zwingend auf diese verzichten so lange Sie noch unterwegs sind. Denn auf Wunsch erhalten Sie eine Notfall-Karte. Dabei handelt es sich um eine Ersatzkreditkarte, die Ihnen im Fall der Fälle direkt zugestellt wird – zum Beispiel an Ihre Hoteladresse. Im Normalfall ist eine Notfall-Kreditkarte nur für sehr begrenzte Zeit gültig, sorgt aber dennoch für eine problemlose Fortsetzung Ihrer Reise.

Nicht immer wird Ihnen eine Notfall-Kreditkarte kostenfrei zur Verfügung gestellt. Je nach Kreditkartenanbieter können teils hohe Kosten entstehen. Gebühren in Höhe von um die 200 Euro sind keine Seltenheit. Deshalb empfiehlt es sich, vor der Kartenbeantragung auch diesen (möglichen) Kostenpunkt im Rahmen des Angebotsvergleichs zu berücksichtigen.

Eventuell Bargeld-Service der Bank

Bei Verlust oder Diebstahl Ihrer Kreditkarte kann Ihnen auch der Bargeld-Service weiterhelfen, den viele Kreditkartenanbieter bieten. Dabei erhalten Sie im Notfall unterwegs meist innerhalb von maximal 24 Stunden Bargeld bei einer Partnerbank. Je nach Kartenanbieter kann dieser Service kostenpflichtig sein. Diesbezüglich gilt das Gleiche wie für die Möglichkeit einer Notfall-Karte.

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