Mama, wie sah ich eigentlich früher aus? Auf diese Frage antworten Sie am besten, indem Sie das Fotoalbum hervorholen und anfangen zu blättern, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Fotos halten Momente fest und sind wunderschöne Erinnerungen. Ihre Kinder verändern sich ständig und diese Entwicklungen können Fotos für die Ewigkeit festhalten. Doch was sollten Sie beachten, wenn Sie Ihr Kind fotografieren? Und wie finden Sie einen guten Fotografen?

Tipps für gelungene Kinderfotos und Schnappschüsse

Kinderfotos
©shutterstock – bulentevren

Die eigenen Kinder sind beliebte Fotomodelle. Schnelle Bewegungen, viel Eigensinn und kurze Konzentrationsspannen machen das Fotografieren zu einer Herausforderung. Mit einigen Tipps können Sie mit wenig Aufwand schöne Fotos von Ihrem Kind machen.

Das Model

Sie sollten Geduld haben, denn auf Kommando kommen selten gelungene Fotos heraus. Motivieren Sie Ihre Kinder, denn wenn sie Spaß haben und herumtollen, entstehen besonders schöne Fotos. Außerdem können Sie sich voll und ganz auf das Fotografieren konzentrieren, wenn Ihr Kind mit etwas beschäftigt ist, was ihm Spaß macht. Beim Fotografieren von Gesichtern wirken Natürlichkeit und Authentizität am meisten.

Kinderfotos sollten möglichst nicht gestellt sein. Deswegen bietet es sich an, Ihr Kind in unbeobachteten Momenten zu fotografieren. Die kleinen Szenen im Alltag eignen sich gut für Fotos, da auf großen Feiern und an besonderen Tagen meistens nicht so innige und echte Fotos entstehen wie beim Spielen im Garten oder beim genüsslichen Eis essen.

Perspektive

Die schönsten Fotografien entstehen, wenn Sie sich auf Augenhöhe des Kindes befinden. Wenn die Kinder größer erscheinen sollen, können Sie auch mit der Froschperspektive arbeiten. Wichtig ist, dass Sie nah genug an Ihr Kind heran gehen. Denn wenn zu viel der Umgebung zu sehen ist, geht Ihr Kind unter.

Ihr Kind sollte das ganze Bild ausfüllen. Die Fotos sehen besser aus, wenn Sie dazu den optischen Zoom Ihrer Kamera nutzen. Ungewöhnliche Perspektiven machen die Fotos spannender. Legen Sie sich einfach mal auf den Boden oder steigen Sie auf einen Stuhl, um einen besonderen Moment einzufangen.

Einstellungen

Sie sollten auf eine kurze Belichtungszeit achten, damit die Bilder scharf werden. Porträt- oder Sportprogramme eignen sich gut als Kameraeinstellung, wenn Sie keine Kameraerfahrung haben. Manche Kameras verfügen sogar über eine Kinderautomatikeinstellung.

Serienbilder sind zu empfehlen, da der beste Schnappschuss erwischt wird, wenn viele Bilder gemacht werden.

Hintergrund

Für ein Porträt ist es besser, wenn die direkte Umgebung des Kindes nicht zu bunt und chaotisch ist. Durch zu viele Muster oder Kleinigkeiten wird die Aufmerksamkeit vom Kind genommen und es wirkt verloren.

Ausschnitte

Detailfotos sind schöne Ergänzungen zu Vollaufnahmen. Es muss nicht immer das ganze Kind auf dem Foto sein, damit schöne Erinnerungsfotos entstehen.

Fingerfarbenverschmierte Hände oder die kleinen Füße bei den ersten Gehversuchen wirken rührend und stimmungsvoll. Auch das kleine Köpfchen an der Schulter der Mutter ist ein schönes Motiv.

Bei Detailfotos ist das richtige Maß an Tiefenschärfe entscheidend. Sie sollten auf die richtigen Körperteile fokussieren, damit diese später nicht unscharf sind.

Licht

Ein schönes Bild braucht die richtige Beleuchtung. Bei Gegenlicht ist Vorsicht geboten. Entweder Sie schalten die Gegenlichtfunktion, wenn vorhanden, ein oder Sie wählen einen anderen Winkel, wo das Licht nicht frontal in die Kamera strahlt.

Starke Hell-Dunkel-Kontraste können ebenfalls zu Problemen führen, da es leicht zu einer Fehlbelichtung kommen kann. Sie sollten entweder in den dunklen Bereich zoomen oder mit dem Blitz den dunkleren Bereich aufhellen. Im Allgemeinen sollten Sie möglichst ohne Blitz arbeiten, denn in Innenräumen kommen dabei selten schöne Fotos heraus.

Nutzen Sie lieber das Tageslicht oder machen Sie die Lampen an. Bei manchen Kameras können Sie eine höhere Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert) einstellen und kommen dadurch ohne Blitz aus.

Kinderfotos vom professionellen Fotografen machen lassen

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©shutterstock – conrado

Wenn Sie es sich nicht zutrauen, selbst gute Fotos zu machen, oder kein Interesse an der Fotografie haben, bietet es sich an, Aufnahmen bei einem Fotografen machen zu lassen.

Kinder sind natürlich und echt und bieten dem Fotografen die Möglichkeit, eine ganze Bandbreite von Emotionen abzubilden. Ein guter Fotograf setzt auf Spaß und Freude mit dem Kind und vor allem auf Natürlichkeit.

Kinderfotografen verstehen die Kinder und bringen ihnen Respekt entgegen. Dass das Kind sich wohlfühlt, ist das Wichtigste für gelungene Aufnahmen. Die Kinder stehen im Vordergrund und sollten nicht durch viele Accessoires aus dem Bildmittelpunkt gedrängt werden.

Lustige und sehr natürliche Kinderfotos entstehen am Besten in vertrauter Umgebung, also daheim, im Garten oder auf dem Lieblingsspielplatz. Es werden Momente festgehalten, die für das jeweilige Alter der Kinder typisch sind.

Babys haben oft ihre Hände im Mund und entdecken irgendwann ihre Füße, Kleinkinder sind immer in Bewegung. Jedes Alter hat seine Besonderheiten, die ein guter Fotograf festhalten sollte.

Zum Abschluss des Shootings wählen Sie mit den Experten die schönsten Fotos aus. Diese werden dann professionell bearbeitet und können von Ihnen mit nach Hause genommen werden.

Wie wird Ihr Kind vorbereitet?

Ihr Kind gibt den Takt an und bestimmt, wann das Shooting losgeht. Nur wenn der Fotograf mit seiner Kamera von ihm akzeptiert wird, kann es zu schönen und natürlichen Aufnahmen kommen, auf denen Ihr Kind spielt, lacht und herumalbert.

Die beiden Parteien gewöhnen sich aneinander und die häufige anfängliche Schüchternheit wird überwunden. Die Fotografen nehmen sich dafür extra viel Zeit, damit Ihr Kind sich an die ungewöhnliche Situation gewöhnen kann.

Welche Möglichkeiten haben Sie bei der Motivwahl?

Bei der Motivwahl haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Es gibt allgemeine und zeitlose Motive, aber auch zur Jahreszeit passende Aufnahmen sind mit Hilfe der passenden Accessoires möglich.

Sie können Aufnahmen zu bestimmten Anlässen, wie Weihnachten, Ostern oder Einschulung machen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit der Jahresfotografie. Dabei wird ein Foto im Jahr geschossen um die Entwicklung des Kindes zu dokumentieren.

Wie teuer ist ein Fotoshooting für Kinder?

Die Preise sind unterschiedlich. Für ein- bis zweistündige Fotoshootings liegt der Preis zwischen 140 und 235 Euro. Abhängig ist dieser auch von der Anzahl der Motive und der Anzahl der Fotos, die im Preis enthalten sind.

Manchmal sind ein paar Abzüge bereits im Preis enthalten und teilweise müssen die Fotos extra bezahlt werden. Ein weiterer Abzug kostet meist zwischen 8 und 25 Euro. Informieren Sie sich vorher, wie viele Abzüge im Preis enthalten sind.

Wie finden Sie einen Fotografen in ihrer Nähe?

Gute Referenzen sind wichtig bei der Auswahl eines Fotografen. Am besten sind die von Freunden oder Bekannten, aber auch die auf der Seite angegebenen sind interessant. Manchmal gibt es Testberichte oder Bewertungen auf unabhängigen Websites.

Sie sollten sich die Fotos und Projekte des Fotografen am besten schon im Vorfeld auf dessen Website ansehen. An den Bildern können Sie erkennen ob der Fotograf sich Mühe gibt und wie die Kinder in Szene gesetzt wurden. Natürlichkeit ist gefragt und wird deswegen auch immer häufiger angeboten.

Bei der Suche sollten Sie mit den regionalen Angeboten beginnen. Diese finden Sie in Telefonbüchern oder in Stadtportalen im Internet.  Wenn Sie nach jungen oder Amateurfotografen suchen, können Sie in den entsprechenden Foren nachfragen.

Der Preis ist verhandelbar und manchmal finden Sie so Menschen, die Unmengen an kreativem Potential haben. Wenn Sie einen Fotografen haben, ist die Sympathie am wichtigsten. Ein freundliches Auftreten auf beiden Seiten hilft dabei Ihre Wünsche und Vorstellungen ins Shooting mit einzubringen.

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