Sie wollten schon immer mal einen Airbus steuern? Kein Problem, auch ohne Pilotenausbildung. Planen Sie mit Ihrem Co-Piloten die Flugroute, starten Sie die Triebwerke und geben Sie Dreiviertel Schub. Sachte ziehen Sie die Nase des 260-Tonnen schweren Passagierflugzeugs hoch. Zuschauer jubeln. Sie schwitzen kaum. Willkommen im Flugsimulator!

In einem Flugsimulator übernehmen Sie einmal selbst die Rolle des Piloten in einem nachgebauten Cockpit und dürfen unterschiedliche Flugzeuge in einer Flugsimulation steuern. Bei uns erfahren Sie, wie Flugsimulationen ablaufen, wo ein Flugsimulator zum Einsatz kommt und wo Sie dieses besondere Erlebnis ausprobieren können.

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(Stand: 2018/12/11 9:54 pm)
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Wie funktioniert ein Flugsimulator?

Flugsimulator-Funktionen
©shutterstock – Nadezda Murmakova

Von vielen Flugzeug-Cockpits gibt es realistische Nachbauten. Die Bedienelemente und Ausstattung sind manchmal sogar baugleich. Die Bordelektronik und Armaturen sind mit moderner Elektrotechnik nachgestellt.

Die Umgebung im Luftraum wird durch LCD-Displays eingeblendet. Geräusche werden mit einem Surround-System simuliert. Während der Flugsimulation sitzt ein Instruktor mit im Flugsimulator und gibt Anweisungen, die Befehlen aus dem echten Flugverkehr entsprechen. Nase hoch!

Die gesamte Computertechnik an Bord des Flugsimulators wird simuliert. Dazu zählen:

  • Fluginformationssysteme
  • Navigation und Kollisions-Warnsysteme
  • Maschinenkontrolle
  • GPS
  • Funkempfänger

Darüber hinaus gibt es Flugsimulatoren, bei denen sich das Cockpit während des Fluges entsprechend der Steuerung des Flugzeugs bewegt. Diese Art der Flugsimulation ist für Menschen mit schwachen Mägen weniger geeignet. Einige Anbieter bieten Flugsimulationen in fixen Simulatoren an, in denen Sie das Flugerlebnis genießen können.

Wer darf an Flugsimulationen teilnehmen?

Um in Flugsimulatoren fliegen zu dürfen, müssen Interessenten keine besonderen Voraussetzungen erfüllen. Auch Laien ohne Pilotenschein dürfen in den Simulator steigen und erhalten dort eine Einweisung im täuschend echt nachgebauten Cockpit.

Fliegen darf jeder ab 18 Jahren. Bei einigen Flugsimulatoren dürfen unter 18jährige mit Einverständniserklärung der Eltern teilnehmen. Bei Kindern unter 16 Jahren muss ein Erziehungsberechtigter im Simulator anwesend sein.

Welche Leistungen beinhaltet der Besuch des Flugsimulators?

Neben dem Fliegen im Flugsimulator ist immer das Briefing durch einen erfahrenen Piloten im Besuch enthalten – eine einmalige Gelegenheit für Flugbegeisterte. Er gibt Ihnen eine Einweisung in die Funktionen des Flugzeugs; in vielen Fällen auch eine Führung durch das nachgebaute Cockpit.

Zuschauer und Begleiter können den Flugsimulationen oft in einer Galerie beiwohnen. Das kostet meistens nur einen kleinen Aufpreis pro Person. Mit dabei ist für alle Teilnehmer auch ein kleiner Imbiss mit Getränken – wer keinen Flug vor sich hat, bekommt vielleicht sogar ein Glas Sekt.

Flugsimulation als unvergessliches Erlebnis

Flugsimulator-Erlebnis
©shutterstock – Sushitsky Sergey

Weitere Geschenke und Andenken wie die Aufnahme einer Cockpit-DVD gehören ebenfalls zur Standardleistung der meisten Anbieter. Berufspiloten dienen die Aufzeichnungen auch der anschließenden Analyse des Flugs, während erlebnisfreudige Teilnehmer eine Erinnerung mit Nachhause nehmen.

Wo kommt ein Flugsimulator zum Einsatz?

Ausbildung zum Pilot

Flugsimulatoren wurden ursprünglich mit dem Ziel entwickelt, Piloten von Flugzeugen und Raumschiffen auch am Boden zu schulen. Realistische Gefahrensituationen und die üblichen Anforderungen beim Fliegen sollten den Piloten auf den Ernstfall vorbereiten.

Nicht nur Piloten in der Ausbildung setzen regelmäßig in den hochentwickelten Flugsimulatoren – der realistisch nachgestellte Flug ist auch beliebt bei privaten Abenteurern und Erlebnishungrigen.

Die ersten professionellen Flugsimulatoren funktionierten rein mechanisch. Fliehkräfte, Verhalten des Flugzeuges und – im militärischen Bereich – den Einsatz von Waffensystemen konnten angehende und bereits ausgebildete Piloten in eins-zu-eins Nachbauten der Maschinen erlernen.

Flugsimulator als Unterhaltung

Mit der Weiterentwicklung der Computertechnik wurden Flugsimulationen zunehmend virtuell. Einige Flugsimulatoren, die ursprünglich nur der Unterhaltung dienten, gerieten so täuschend echt, dass sie heute auch zum Pilotentraining eingesetzt werden.

Die Unterhaltungsindustrie machte in den letzten Jahren große Fortschritte. Die visuelle Gestaltung der Umgebung im Luftraum und die Ausstattung der Simulatoren mit echter Technik und Nachbauten machen Flugsimulation immer mehr zu einem täuschend echten Flugerlebnis.

Die unterhaltsamen Angebote von Flugsimulationen sind breit gestreut. Nachbauten gibt es in vereinfachter Form auf Volksfesten, andere Anbieter setzen hochmoderne Computertechnik ein, um das Flugerlebnis realistisch zu simulieren.

Auch viele Einrichtungen, die eigentlich Piloten ausbilden, öffnen ihre Türen inzwischen für Laien, die für wenige Minuten bis einige Stunden einmal selbst ein richtiges Flugzeug im Flugsimulator steuern möchten.

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