Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor der geöffneten Tür einer Cessna 182 Skylane und schauen auf die 4.000 Meter entfernte Erdoberfläche. Zwischen Ihnen und dem Bogen liegt fast eine Minute freier Fall. Das Gefühl der absoluten Freiheit, der Adrenalinkick und Nervenkitzel – all das macht die Faszination am Fallschirmspringen, auch Skydiving genannt, aus.

Was früher zur Rettung von Luftfahrzeugbesatzungen in Luftnot und zu rein militärischen Zwecken eingesetzt wurde, ist heute ein beliebter Freizeitsport. Fallschirmspringen ist für fast jedermann zugänglich und jedes Jahr entdecken mehrere tausend Deutsche das Erlebnis freier Fall für sich. Machen auch Sie diese unvergessliche Erfahrung und probieren den Fallschirmsprung aus!

Diese Aktivität kann man bei folgenden Anbietern buchen:

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Voraussetzungen zum Fallschirmspringen

Heutzutage kann fast jeder das Fallschirmspringen für sich entdecken. Die Voraussetzungen variieren leicht je nach Anbieter, aber zusammengefasst ergeben sich folgende Eckdaten:

  • Körpergröße 1,40 – 2,00 m
  • Max. Gewicht je nach Veranstaltungsort bis 85, 90 oder 100 kg
  • Mindestalter 7 Jahre, bis 18 mit schriftlicher Zustimmung der Eltern
  • Ein Höchstalter ist meistens nicht vorgegeben. Manche Anbieter begrenzen es auf 80 Jahre.
  • Gute körperliche und geistliche Fassung
  • Es gilt die 0 Promille Grenze
  • In bestimmten Fällen wird ein ärztliches Attest benötigt ( siehe Tabelle)

Ob Ihr gesundheitlicher Zustand Ihnen das Fallschirmspringen erlaubt, lesen Sie in der folgenden Tabelle nach:

Rückenleiden Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Fuß- oder Hüft-OP Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Sehbehinderungen Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Asthma Nein
Herzleiden Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Kreislaufbeschwerden Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Rollstuhlfahrer Generell ja, Absprache mit dem Arzt
Diabetes Nein
Herzbeschwerden Nein
Brille oder Kontaktlinsen Ja
Schwangerschaft Nein

Kinder dürfen ab sieben Jahren springen, jedoch können Problemen mit dem Druckausgleich auftreten. Ab dem 14. Lebensjahr ist das Gleichgewichtsorgan vollentwickelt.

Die Gewichtsbegrenzung gilt, damit der Fallschirm nicht überbelastet und die Schirmsteuerung einfacher wird. Bei Überschreitung der Gewichtsobergrenze erlauben manche Anbieter den Sprung gegen Aufpreis trotzdem.

Wie und wo werden Fallschirmsprünge angeboten?

Der leichteste Weg, diesen Sport auszuprobieren, ist der Fallschirm-Tandemsprung. Bei einem Tandemsprung springen ein Passagier und ein lizenzierter Fallschirmspringer, sog. Tandempilot, verbunden durch je zwei Gürtel im Schulterbereich und an den Hüften, zusammen. Die Voraussetzungen für den Tandempartner sind niedrig:

  • Mindestalter 10 Jahre
  • Maximales Körpergewicht 90 kg
  • durchschnittliche Fitness

Nach einer kurzen Einweisung kann es losgehen. Es existieren zahlreiche Anbieter auf dem Markt, die Fallschirmsprünge als Erlebnis-Geschenke anbieten.

Einer von ihnen ist der bekannte Unternehmer Jochen Schweizer. Bei ihm gibt es Gutscheine für einen Tandemsprung ab 199,00 € und wird in 13 Bundesländern, Österreich, der Schweiz, Belgien und Tschechien angeboten. Sie können die Fallschirmsprünge aber auch direkt bei den rund 90 im Deutschen Fallschirmsportverband eingetragenen Vereinen buchen. In den Internetauftritten der Vereine sind alle relevanten Informationen zu finden.

Was müssen Teilnehmer mitbringen?

Beim Fallschirmsprung springen Sie entweder alleine mit zwei begleitenden Lizenzspringern, zu zweit mit einem Tandempiloten (Tandemsprung), paarweise im Tandemsprung oder mit Gruppen ab drei Personen. Als Absprungplatz wird neben Flugzeug auch Helikopter, Ballon und sogar Balkon angeboten.

Mitzubringen sind nur ein Paar Turnschuhe, komfortable Sportkleidung und in manchen Fällen Passbilder, Ausweis und ärztliches Attest. Flugzeug, Treibstoff und komplettes Equipment werden vom Anbieter bereitgestellt. Die Fallschirmspringer bekommen eine Schutzbrille zur besseren Sicht, die über eine normale Brille passt. Damit Sie die Hose nicht beim Landen verschmutzen, bekommen Sie einen Overall.

In welcher Höhe öffnet sich der Fallschirm?

Die Sprunghöhe beträgt üblicherweise zwischen 1.000 bis 4.000 Meter. Diese Höhe erreicht das Flugzeug in 5 bis 20 Minuten. Der Fallschirm wird in der Regel zwischen 1.500 m und 700 m über Grund geöffnet.

Daher dauert der freie Fall zwischen 45 – 60 Sekunden, dabei erreichen Sie eine Geschwindigkeit von 250 km/h. Nach dem fünf- bis siebenminütigen Flug mit Fallschirm landen Sie auf der Erde. Die Temperaturen in 4.000 m Höhe schwanken zwischen 10-15 Grad im Sommer und um die 0-5 Grad im Winter.

Wann wird Fallschirmspringen angeboten?

Das Fallschirmspringen ist das ganze Jahr möglich. Die übliche Springsaison dauert in der Regel von April bis Oktober, in den Sommermonaten läuft der Fallschirmsprungbetrieb täglich. Die Sprünge sollten am besten 2-3 Wochen vor dem Absprungtermin vereinbar werden.

Fallschirmspringen ist stark vom Wetter abhängig. Bei Regen, Nebel, Sturm oder bei starkem Wind werden die Sprünge abgesagt. Ob das Wetter für den Sprung geeignet ist, kann meistens nur am Tag selber eingeschätzt werden. Falls an dem vereinbarten Termin das Wetter nicht mitspielt, wird ein neuer ausgemacht.

Ob das Wetter tauglich ist, entscheidet alleine der Anbieter. Es wird empfohlen, vor der Abfahrt beim Anbieter telefonisch die Wetterlage abzufragen. Familie und Freunde können auch am Zielort warten und den Sprung beobachten.

Wie läuft ein Fallschirmsprung ab?

Der gesamte Ablauf lässt sich so zusammenfassen:

  • 1. Gurtzeug prüfen und anlegen
  • 2. Flugzeug in richtiger Sprungreihenfolge besteigen
  • 3. Anflug (ca. 20 Minuten)
  • 4. letztes Überprüfen der Ausrüstung und Freigeben des Sprungs
  • 5. Exit (Ausstieg) in mindestens fünf Sekunden Abstand
  • 6. freier Fall (ca. eine Minute lang, 200 km/h auf 700 – 1.500 Meter Höhe Eröffnung des
  • Schirms)
  • 7. Schirmfahrt (5 – 7 Minuten)
  • 8. Landung

Ausbildungswege: Die konventionelle und die AFF-Ausbildung

Zum Springen mit dem Fallschirm wird eine gültige Lizenz benötigt. Diese können Sie auf zwei Wegen erwerben: Durch die etwas ältere konventionelle Fallschirmausbildung und durch die AFF-Ausbildung.

Die Gesamtkosten bei beiden Ausbildungswegen sind in etwa gleich. Beide Ausbildungen beginnen mit der gleichen Grundausbildung: Zwei Tage intensiver Einstiegskurs mit Theorie und Praxis. Dabei lernen Sie, wie man in richtiger Körperlage abspringt, den Schirm steuert und sicher landet.

Zu den theoretischen Grundlagen gehört auch das Wissen aus den Bereichen Meteorologie, Fallschirmkunde, Theorie des freien Falls und Verhalten in besonderen Fällen. Nach dem Erlernen dieser Grundlagen kommen Sie zum ersten eigentlichen Sprung.

Die konventionelle Ausbildung

Bei der konventionellen Ausbildung springen Sie alleine aus einer Höhe von 1.000 – 1.500 Metern. Der Fallschirm öffnet sich nach einigen Metern automatisch durch eine am Flugzeug befestigte Aufziehleine, – ohne Eingriff durch den Schüler. Dabei ist die Körperhaltung wichtig.

Ab dem vierten bis sechsten Sprung wird ein Schirmauslöser in das Gurtzeug eingebaut. Er ist funktionslos und man prüft damit Ihr Verhalten und Ihre Reaktion. Nach erfolgreichem Lernen dieser Basics springen Sie mit einem echten Auslösegriff. Die Sprunghöhe vergrößert sich bis eine normale Höhe erreicht wird. Nach einer Mindestanzahl von sieben Sprüngen werden Sie zu der Lizenzprüfung zugelassen.

Die AFF-Ausbildung

Die andere Ausbildung ist die aus den USA stammende AFF (Accelerated Freefall, dt. „beschleunigter Freifall“). Dabei springt der Lehrling aus 4.000 Meter Höhe in Begleitung zweier qualifizierter Lehrer. Der Schüler wird von beiden Lehrern an den Armen und Oberschenkeln gehalten.

Während des Falls werden bestimmte Übungen gemacht. Wenn die richtige Höhe erreicht wird, öffnet der Schüler den Fallschirm selbst und die Lehrer lassen ihn los. Diese Ausbildung ist in sieben Level gegliedert (pro Level ein Sprung), nach jedem Level kommt eine weitere Aufgabe hinzu. Die Levels 1 -3 beinhalten das Erlernen des Absprungs, die Freifallhaltung und das Höhenbewusstsein inklusive des selbstständigen Öffnens des Hauptschirms.

In den Level 4-7 springen Sie nur mit einem Lehrer und erlernen die Drehungen um die Körperachse. Nach dem alle sieben Level erfolgreich absolviert wurden, dürfen Sie alleine springen. Wenn die vorgeschriebene Anzahl der Sprünge erreicht wurde, lege Sie die Lizenzprüfung ab. Die Gesamtkosten für einen Komplettkurs (7 Sprünge) betragen durchschnittlich 1.600 Euro.

Theoretische Lizenzprüfung für Fallschirmspringer

Die Voraussetzungen für die theoretische Lizenzprüfung sind mindestens 23 Freifallsprünge (sieben Level sowie 16 weitere Sprünge). Die Ausbildung des AFFs wird öfter gewählt und hat eine kürzere Ausbildungsdauer. In beiden Ausbildungen erlangen Sie den Luftfahrerschein für Fallschirmspringer, der international anerkannt und unbefristet gültig ist.

Es sind mindestens zwölf Sprünge in den letzten zwölf Monaten nachzuweisen. Ist das nicht der Fall, kann die Lizenz durch Übungssprünge jederzeit reaktiviert werden. Nach dem Erwerb der Lizenz können Sie einem Fallschirmsportverein beitreten und das Erlernte weiter praktizieren.

Fallschirmsport in vielen Disziplinen

Fallschirmspringen-Disziplin
©shutterstock – Germanskydiver

In der Sportart Fallschirmspringen gibt es einige verschiedene Disziplinen, in denen sich die Springer messen. Zu den klassischen gehören Ziel- und Stilspringen sowie weitere Varianten:

  • Base-Jumping: So bezeichnen Fallschirmspringer Sprünge von Gebäuden, Felsen und anderen Objekten. Die Ausrüstung unterscheidet sich von der, die man bei Sprüngen aus Flugobjekten benutzt. Die Sprunghöhe und die Flugdauer sind deutlich geringer, was diese Art des Fallschirmspringens sehr gefährlich macht.
  • Formationsfallschirmspringen: Bei dieser Variante bilden mehrere Fallschirmspringer während des freien Falls verschiedene Figuren.
  • Kappenformationsspringen: Die speziellen steuerbaren Fallschirme werden direkt nach dem Verlassen der Absetzmaschine geöffnet und die Springer bilden mit ihren Fallschirmen Formationen.
  • Freeflying: Beim Freeflying fallen Sie im Sitzen, im Stehen oder auf dem Kopf.
  • Stilspringen: Nachdem sich der Springer auf eine optimale Geschwindigkeit beschleunigt hat, absolviert er möglichst schnell und genau verschiedene Körperdrehungen (vor- und rückwärts, horizontal und vertikal). Das Ganze wird vom Boden aus mit einer Kamera gefilmt und von Schiedsrichtern bewertet.
  • Wingsuit: Die Springer tragen einen speziellen Anzug aus Stoff, der die Arme und Beine verbindet. Sie können die Geschwindigkeit auf bis zu 40 km/h reduzieren und somit die Flugdauer der Sprünge verlängern.
  • Zielspringen: Die Fallschirmspringer sollen möglichst genau auf einem Zielpunkt landen. Die Entfernung wird elektronisch gemessen. Nach mehreren Runden (ca. 8 -10) wird der Gewinner mit der geringsten Abweichung vom Zielort ermittelt.

Darüber hinaus existieren noch weitere Variationen des Fallschirmspringens, wie der selbsterklärenden Stratosphärensprung, Wassersprung etc.

In den Disziplinen Ziel-, Stil-, Formationsspringen, Kappenformationen, Artistik Freefly und Freestyle werden Meisterschaften ausgeführt, wie z. B. die Deutsche Meisterschaft, European Para Trophy oder die Norddeutsche Meisterschaft.

Ausrüstung eines Fallschirmspringers

Wenn Sie sich für das Fallschirmspringen entschieden haben, benötigen Sie nichts Weiteres als ein Paar Turnschuhe, bequeme Kleidung und etwas Zeit. Die komplette Ausrüstung erhalten Sie Vorort von dem Veranstalter.

Sie können auch in Jeans und T-Shirt springen. Die meisten Fallschirmspringer tragen Kombis, die sich je nach Sprungdisziplin (Formationsspringen, Freefly) leicht unterscheiden.

Zum Sprungequipment gehören:

  • Fallschirm
  • Reservefallschirm
  • Gurtzeug
  • Schutzhelm (Hartschalenhelme für Schüler, Lederkappen für Profis)
  • Sprungbrille (passt über eine normale Brille)
  • Höhenmesser

Sie können sich auch einen eigenen Fallschirm kaufen. Die Kosten liegen zwischen 1.700 bis 2.500 Euro. Die Helme kosten um die 200 bis 300 Euro.

Was kostet das Fallschirmspringen?

Die Preise für einen Tandemsprung liegen im Bereich 180 bis 205 Euro. Die Ausbildung nach der AFF-Methode (7 Level-Sprünge mit einem bzw. zwei Lehrern aus ca. 4000 m, Leihausrüstung, Versicherung, Sprungbuch) fängt bei 1.500 Euro an. Für begleitende Kameraaufnahmen zahlen Sie mindestens 39 Euro für Fotos und 65 Euro für Videos mit HandCam.

Extra-Leistungen der Anbieter

Es werden auch zahlreiche zusätzlichen Leistungen angeboten. Zum Beispiel wird das gesamte Erlebnis mit einer Kamera dokumentiert. Gefilmt wird während des gesamten Ablaufs: die Sprungvorbereitung am Boden, während des Fluges, Aufnahmen aus dem Flugzeug, der Absprung aus dem Flugzeug, der gesamte freie Fall, die Schirmöffnung und die Landung.

Es gibt zwei Arten von Aufnahmen: externe und interne. Der Springer wird von einem filmenden Kameramann begleitet, der mit einer Hand- oder Helmkamera arbeitet. Die Kamera kann auch an der Hand des Tandempilotens befestigt sein.

Bei manchen Anbietern erhalten Sie eine Urkunde, die den Sprung nachweist. Manchmal werden auch Übernachtungen und Verpflegungen mit angeboten.

Zu den Specials gehören das Fallschirmspringen aus dem größten noch fliegenden Doppeldecker der Welt Antonov 2. Ein besonderes Erlebnis ist der Sprung mit dem Heiratsantrag direkt nach der Landung. Die letzten beiden Extras werden zum Beispiel von Fallschirmsport Grefrath angeboten.

Sicherheit beim Fallschirmspringen

Allgemein gesagt gilt das Fallschirmspringen als ein sehr sicherer Sport. Die meisten Risiken entstehen bei der Schirmöffnung und der Landung. Falls sich der Schirm nicht geöffnet hat, aktiviert sich automatisch der Reservefallschirm.

Die technischen Entwicklungen sind weit fortgeschritten, so dass es kaum Sicherheitslücken gibt. Schutzhelme schützen vor Verletzungen, die bei Gruppensprüngen und bei der Landung entstehen können. Für Schüler sind Hartschalenhelme vorgeschrieben, dagegen bevorzugen erfahrene Springer Lederkappen wegen der größeren Bewegungsfreiheit.

Der Höhenmesser (manuell oder digital) wird am Handrücken oder an der Brust befestigt und hilft, den Fallschirm rechtzeitig zu öffnen. Die Schutzbrille sorgt für gute Sicht während des Fluges, da sonst der Gegenwind zu stark ist und das Ablesen des Höhenmessers erschwert.

Der akustische Höhenwarner ist bei Disziplinen wie Freefly Pflicht. Er befindet sich im Helminneren und gibt bei der Separation, der Schirmöffnung und, falls Probleme am Schirm auftreten, bei Nutzung des Reservefallschirms einen Ton ab.

Der Deutsche Fallschirmsportverband verzeichnete in den Jahren 2010 und 2011 jeweils fünf tödliche Unfälle bei mehreren Hunderttausend Sprüngen.

Filmmythen und Irrtümer über Fallschirmsprünge

Wie auch in anderen, der breiten Öffentlichkeit aus Medien bekannten Extremsportarten, gibt es beim Fallschirmspringen Dinge, die nicht immer der Wahrheit entsprechen. Zum Beispiel können Sie keinen vorher abgesprungen Mann einholen. Ihn festzuhalten würde schon gegen physikalische Gesetze verstoßen.

Eine Unterhaltung zwischen zwei Menschen im freien Fall ist ebenfalls nicht möglich. Ein weiterer, oft in Actionfilmen vorkommender Irrtum, ist ein minutenlang dauernder Fall. In Wirklichkeit dauert ein freier Fall aus einer AbSprunghöhe von 4.000 Meter ca. eine Minute.

Fallschirmspringen in Deutschland

Der Deutsche Fallschirmsportverband e. V. vereinigt rund 6.000 Fallschirmspringer in 90 Vereinen in Deutschland. Der DFS bietet seinen Mitgliedern kostenfreie Tagungen, Seminare und Weiterbildungen an.

Auf der Webseite des DFVs sind viele nützliche Informationen rund um den Fallschirmsport zu finden, wie z. B. Forum zum Austausch mit anderen Begeisterten, eine Übersichtskarte mit Plätzen zum Springen, wichtige Termine, Berichte, Formulare, Tipps, etc.

Gesetzliche Lage zum Fallschirmspringen

Das Fallschirmspringen unterliegt dem Luftverkehrsgesetz. Fallschirme sind nicht-verkehrszulassungspflichtige Luftfahrzeuge, sondern Luftsportgeräte gemäß LuftGerPV §10. Für die Ausübung ist ein Luftfahrerschein erforderlich, den Sie Sie vom Deutschen Fallschirmsportverband bekommen, der wiederum vom Bundesverkehrsminister dazu beauftragt ist.

Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung zum Erlangen der Erlaubnis für Fallschirmspringer beträgt 14 Jahre. Für die Lizenzerteilung beträgt das Mindestalter 16 Jahre. Die Lizenz hat unbefristete Gültigkeit. Fallschirmsprünge sind nur innerhalb des kontrollierten Luftraums erlaubt.

Eine Flugverkehrskontrollfreigabe der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle ist vom Fahrer des Absetzfahrzeugs einzuholen. Für einen Fallschirmsprung außerhalb eines genehmigten Flugplatzes ist neben der Flugverkehrskontrollfreigabe eine Außenlandeerlaubnis des beauftragten Verbandes erforderlich.

Ungenehmigte Außenlandungen sind Straftaten. Schwere Verletzungen, Sachschaden oder Drittschaden sind dem Deutschen Fallschirmsportverband zu melden.

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