Gesunde Ernährung ist der Schlüssel zu einem gesunden Leben. Was wir essen, bestimmt, wie wir uns fühlen und nimmt Einfluss auf die Prozesse in unserem Körper. Aber was ist gesunde Ernährung? Wie ernähre ich mich ausgewogen? Welche Lebensmittel sind besonders wichtig? Wie viel Fast Food ist gesund? Mit welchem Speiseplan nehmen wir gesund ab? Eine Ernährungsberatung liefert Antworten und hilft Ihnen, sich dauerhaft besser zu ernähren.

Gründe für eine Ernährungsberatung

Ernährungsberatung-Ausbildung
©shutterstock – Yuganov Konstantin

Nicht nur gesundheitsbewusste Menschen lernen in einer Ernährungsberatung, wie sie im Alltag richtig ernähren. Besonders für Kinder ist das richtige Essverhalten für eine gesunde Entwicklung wichtig.

Denn in Zeiten von Fast Food und Schnellrestaurants, essen viele Menschen zu fett und zu süß und riskieren langfristig gesundheitliche Probleme.

Darüber hinaus macht eine Ernährungsberatung bei folgenden Beschwerden Sinn:

  • Hoher Blutdruck
  • Chronische Krankheiten wie Rheuma oder Gicht
  • Darmpilzerkrankungen
  • Lebensmittelunverträglichkeiten
  • Übersäuerung
  • Allergien
  • Bestimmte Hautprobleme
  • Über- oder Untergewicht

An wen richtet sich die Ernährungsberatung?

Die Art und der Umfang einer Ernährungsberatung richten sich vor allem danach, mit welchem Hintergrund Sie die Beratungsstelle aufsuchen. Patienten, die einen adipositaschirurgischen Eingriff vor oder hinter sich haben, erarbeiten mit dem Berater ein anderes Konzept wie Patienten mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder chronischen Erkrankungen.

Für Kinder und Familien bieten sie spezielle Programme an, die von dem optimalen Ernährungsplan für Kinder bis hin zu förderlichen Lebensmitteln beim unerfüllten Kinderwunsch reichen. Aber auch für Frauen, die bereits schwanger sind, erfahren in einer Ernährungsberatung, wie sie mit den richtigen Lebensmitteln die Entwicklung des Kindes sowie den Schwangerschaftsverlauf positiv fördern können.

Schließlich machen Ernährungsberatungen auch für Ärzte oder Vertreter öffentlicher Einrichtungen Sinn, die sich in diesem Bereich fortbilden möchten.

Was erwartet mich in einer Ernährungsberatung?

  • Aufklärung von Ernährungsmythen, Diäten und allgemeine Information über einen nachhaltigen und gesunden Speiseplan
  • Erstellung eines individuellen Ernährungsprofils, z.B. durch Untersuchung des eigenen Essverhaltens mit Ernährungsprotokoll und anschließender Analyse.
  • Gesundheitscheck, dabei wird der IST-Zustand festgehalten. Neben der Feststellung des Körpergewichts umfasst der Check auch die Messung des Körperfettanteils und eine Analyse der Blutwerte. Die Werte werden nach der Ernährungsumstellung oder Optimierung als Vergleichsgrundlage für Verbesserungen oder Verschlechterungen hinzugezogen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Nicht nur der, der krank ist, hat gute Chancen, eine Ernährungsberatung von der Krankenkasse finanziert zu bekommen. Auch vorsorgliche Beratungsgespräche sind von vielen Krankenkassen anerkannt und darüber hinaus gerne gesehen.

Wer sich gesund ernährt, bleibt schließlich eher gesund. Klären Sie in jedem Fall im Vorfeld mit Ihrer Krankenkasse, ob sie die Kosten für eine Ernährungsberatung vollständig oder teilweise übernimmt.

Tipps für einen ausgewogenen Ernährungsplan

Ernährungsberatung-Tipps
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  • Essen Sie vielseitig. Auf dem Markt und in Geschäften finden Sie Lebensmittel in fast unzählbarer Vielfalt. Denn ein einseitiger Speiseplan, ist zwar meist mit weniger Arbeit verbunden, jedoch ungesund. Getreideprodukte und Kartoffeln sind Gold wert.
  • Brot, Nudeln, Reis und Müsli nehmen Sie am besten aus Vollkorn zu sich. Kaum Fett aber reichlich Vitamine heißt die Devise.
  • Gemüse und Obst: Man sagt, fünf Portionen Obst und Gemüse sind gesund. Als Alternative bietet sich auch ein frisch gepresster Saft an.
  • Genießen Sie Zucker und Salz in Maßen. Ihr Körper weiß am besten, was zu wenig und zu viel des Guten ist. Entwickeln Sie ein geschärftes Feingefühl beim Süßen und Salzen Ihrer Nahrung.
  • Weniger Fett. Zu viel Fett führt nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu ernsthaften Krankheiten. Bevorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette und achten Sie auch auf unsichtbare Fette in Fleischerzeugnissen, Gebäck, Milchprodukten, Süßwaren oder Produkten, die industriell hergestellt wurden wie Fertiggerichte und Fast-Food-Produkte.
  • Mehr Trinken. Oft unterschätzen wir die Bedeutung von Flüssigkeit für unseren Körper. 1,5 Liter Wasser pro Tag mit oder ohne Kohlensäure sind ein guter Richtwert für ausreichend Flüssigkeit. Auch das Gehirn braucht viel Flüssigkeit – genug trinken fördert die Konzentration.
  • Zeit lassen beim Essen. Vermeiden Sie, nebenbei zu essen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Mahlzeiten und nehmen Sie sich ausreichend Zeit dafür. Das fördert das Sättigungsgefühl, sorgt aber auch Magen- und Verdauungsproblemen vor, denn Sie essen langsamer und weniger hastig.

Ausbildungswege zum Ernährungsberater

Um als lizenzierter Ernährungsberater arbeiten zu können, sind verschiedene Möglichkeiten der Ausbildung denkbar. Dazu zählen Seminare, Berufsausbildungen und Studiengänge:

Seminare

Ein Seminar zum Ernährungsberater wird von privaten Dienstleistern ausgerichtet. Die Dauer liegt bei mehreren Monaten. Anschließend kann eine tiefergehende Fortbildung zum Ernährungscoach angehängt werden.

Teilnahmebedingungen sind ein Schulabschluss und Volljährigkeit. Allerdings ist es von Vorteil, wenn man gewisse berufliche Vorkenntnisse mitbringt. Wer bereits im Gesundheitswesen tätig ist, kann seine Qualifikationen hier optimal erweitern und die Seminare als Fortbildungsmaßnahme nutzen. Beim Anbieter IST-Studieninstitut kostet ein dreimonatiges Seminar 594 Euro.

Kompaktkurse von der Deutschen Akademie für Ernährungsmedizin finden in München, Münster und Bad Krozingen statt. Die Inhalte werden dabei in zehntägigen Kompaktlehrgängen vermittelt. Die drei Seminarblöcke können auch zu einem insgesamt 100-stündigen Lehrgang kombiniert werden. Die Preise liegen bei 360 Euro pro Seminarblock.

Ausbildung

Wer direkt und gezielt den Berufsweg des Ernährungsberaters einschlagen möchte, absolviert eine dreijährige Ausbildung als Diätassistent. In einer dualen Ausbildung, die in Krankenhäusern und Berufsfachschulen stattfindet, werden Kenntnisse rund um den Einfluss des Ernährungsverhaltens auf die Gesundheit vermittelt.

Ähnlich, wie in einigen anderen Heilberufen, gibt es hier keine Vergütung während der Ausbildungszeit. Nach dem Abschluss sind Fortbildungen eine gute Möglichkeit, um in Kliniken später Führungsverantwortung zu übernehmen oder eine eigene Praxis zu eröffnen.

Die Ausbildung kann auch spezialisiert werden, z.B.: als Diabetes- oder Fitnessberater.

Studium der Ernährungswissenschaft

Mit einem Hochschulstudium der Ernährungswissenschaft erwirbt man die Qualifikation als Ökotrophologe. Neben einer Tätigkeit als Ernährungsberater stehen dann auch in der Lebensmitteltechnologie und Lebensmittellehre Berufsperspektiven offen.

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